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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neumarkt-Krise: Keiner will den dunklen Gang
Zwischenüberschrift:
Stadt und Bergmann verhandeln
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Das ist eine Lösung, die keine ist": Mit diesen Worten reagierte Dr. Theodor Bergmann gestern auf den Beschluss des Verwaltungsgerichts, wonach die Stadt einen knapp 50 Meter langen und zwei Meter breiten Gang im Neumarkttunnel bauen muss.

Dieser Durchgang würde das Recht von Immobilienbesitzer Bergmann auf eine unterirdische Verbindung zwischen Sportarena und Neumarkt-Carree sichern. Doch haben will den finsteren Schlauch im Prinzip keiner. Bergmann hat inzwischen Kontakt mit Stadtbaurat Wolfgang Griesert aufgenommen, um mit ihm über einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu sprechen. Über seine Verhandlungsziele wollte Bergmann nichts sagen.

CDU und FDP verteidigten gestern mit Nachdruck die Teilschließung und Renovierung des Tunnels. Die Aufwertung der Passage sei " dringend nötig" gewesen. Durch den Abriss des oberirdischen Pavillons sei ein erster Schritt " in Richtung eines Neumarktes mit Platzcharakter" gemacht worden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der CDU-Fraktionschefin Irene Thiel und ihres Kollegen von der FDP, Dr. Thomas Thiele. Beide bedauern, dass der Gerichtsbeschluss die nächsten Schritte blockiere.

Oberbürgermeister Hansjürgen Fip sagte, die im zweiten Bauabschnitt geplante Modernisierung der östlichen Querverbindung vom Kollegienwall zur Sportarena werde zurückgestellt, bis der Rechtsstreit mit Bergmann endgültig entschieden sei.

Boris Pistorius (SPD) hält den Gerichtsbeschluss für " nicht nachvollziehbar". Die Richter hätten ignoriert, dass es bereits eine Trennwand im Tunnel gebe, die für einen provisorischen Durchgang kaum aufgebrochen werden könne. Pistorius bedauerte die Entwicklung und erinnerte daran, dass die SPD gegen einen Tunnelumbau gestimmt hatte: " Wir nehmen fast drei Millionen in die Hand, um acht Mieter unterzubringen - welch ein Unsinn."

Michael Hagedorn (Grüne) sieht die Verantwortung bei CDU, FDP und dem Oberbürgermeister. Sie müssten jetzt dafür sorgen, " dass im Millionengrab Neumarkttunnel nicht noch ein weiterer Millionenschaden entsteht". Mit dem vom Gericht geforderten Verbindungsgang sei keinem gedient, so Hagedorn.
Autor:
hin


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