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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Lange Gesichter auf dem Spielfeld
Zwischenüberschrift:
Anwohner wollen Felder schließen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
INTERESSENKOLLISION: Mit einer Unterschriftensammlung kämpfen die Volleyballer um ihr Spielfeld. Anwohner drohen mit rechtlichen Schritten. Foto: Hermann Pentermann

Dodesheide (nina) Well die Spielgeräusche auf dem Beachvolleyballfeld beim Kaffee auf der Terrasse stören, will ein Ehepaar die Anlage auf dem Gelände des Schufzentrums Sebastopol stilllegen. Auf den zwei Feldern spielen die Schulen, der Sportverein SSC Dodesheide und andere jugendliche. Viel zu laut, finden die Anwohner und beabsichtigen, für Ruhe zu sorgen. Die Jugendlichen wollen dagegen ihre Beachvolleyballfelder mit einer Unterschriftenaktion retten.

Der Kampf um den Sand tobt: " Zwei Jahre lang haben wir darum gekämpft, dass die Anlage gebaut wird", erklärt Tim Strangmann vom SSC Dodesheide. Kurz nachdem die Anlage stand, gab es Ärger. " Im Sommer bis 22 Uhr und länger Lärm mit Musik", beschwert sich Horst Wöstmann. Egal, ob im Wohnzimmer oder im Garten - das Klatschen der Bälle hört er immer. Gäste mag er spontan nicht mehr einladen; wer weiß, ob die Jugendlichen nicht wieder da sind und man auf der Terrasse sein eigenes Wort nicht versteht. Seit Herbst vergangenen Jahres gilt eine einstweilige Verfügung - die Netze sind abgebaut. Nur der Sportunterricht und das Vereinstraining dürfen noch stattfinden.

In diesem Sommer will Horst Wöstmann seine Ruhe. Bis 16 Uhr nachmittags darf gespielt werden - dann ist Schluss. Das ist sein Vorschlag. " Das ist kein Kompromiss", sagt Hartmut Bruns, Schulleiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnaslums und Vorsitzender des runden Tisches. " Der runde Tisch hatte sich dafür eingesetzt, dass die Jugendlichen auch in ihrer Freizeit Beachvolleyball spielen können." Das fiele bei einer Sperrung um 16Uhr flach.

Wöstmann hat die Lärmbelastung messen lassen - seiner Meinung nach liegt sie höher als in Wohngebieten erlaubt. " Das Feld liegt zu nah an den Grundstücken. Ich lege das still", droht er mit seinem Anwalt. Die Wand der Sporthalle am Feld mache den Lärm noch schlimmer.

Eine Verlegung des Feldes auf das Gelände des Sportvereins - für Hartmut Bruns ist das keine Lösung. " Die Lärmbelastungbleibt gleich."

" Die suchen doch nur einen Grund, um die Anlage stillzulegen", ärgert sich Tim Strangmann und mit ihm die 200 Jugendlichen, die am Sebastopol baggern und pritschen. " Wir machen keinen Krach. Uns ist doch daran gelegen, dort zu spielen", sagt Katja Grones (13). Sie sammelt die Unterschriften. Die Stadt will nun ihrerseits die rechtliche Situation prüfen und die Lärmbelastung messen. Bis dahin bleiben die Netze abgebaut und das Feld gesperrt.
Autor:
nina


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