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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nur im Sommer frisst sie tierisch
Zwischenüberschrift:
Die Heckenbraunelle: Sie huscht wie ein Maus und singt schon im Winter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Gartlage ist sehr dicht bebaut, besitzt keinen Wald und nur einen unbedeutenden Anteil an Grünflächen. Das gleichnamige Waldgebiet Hegt außerhalb. Industrie, Gewerbe und Eisenbahnflächen dominieren und prägen den Stadtteil. Trotz des wenigen Grüns gibt es jedoch reichlich Vögel, an denen sich die Gartlager erfreuen können. Einer von ihnen ist die unscheinbare und schlicht graubraun gefärbte Heckenbraunelle.

Nach einer aktuellen Studie ist die Heckenbraunelle mit rund 4900 Paaren die achthäufigste Vogelart in Osnabrück. Sie gehört zu den wenigen Arten, die über das gesamte Stadtgebiet verbreitet ist. Der Schwerpunkt ihres Vorkommens liegt dabei eindeutig im menschlichen Siedlungsraum. Hier weisen heckenreiche Kleingärten, wie sie auch in der Gartlage um den Klushügel vorkommen, die höchsten Bestände auf.

Ebenfalls sind die größeren Friedhöfe, wie der nahe gelegene Hasefriedhof, mit ihrem vielfältigen Bestand an jungen Nadelbäumen und die reich mit Büschen, Koniferen und Hecken bestandene Gartenstadtzone gut besiedelt. Selbst in den alten Gärten der Wohnblockzone im Bereich Bohmter- und Liebigstraße ist der Vogel eine alltägliche Erscheinung. Das Industriegelände von " Kabelmetal" dagegen meidet er weitgehend.

DIE HECKENBRAUNELLE ist in den Gärten ein eher unscheinbarer Vogel. Foto: Bernhard Volmer

Wer mit den Rufen und Gesängen vertraut ist, wird dadurch oft erst auf den schlichten Vogel aufmerksam. Die Heckenbraunelle lässt sich kaum in Ruhe beobachten, geschweige denn fotografieren. Sie hüpft bevorzugt auf dem Boden und im Gestrüpp umher, läuft aber auch kurze Strecken und huscht wie eine Maus über den Boden ins Versteck. Ihre Nahrung nimmt sie fast ausschließlich vom Boden auf. Sie besucht aber auch Futterstellen, wo sie heruntergefallene und verstreute Körner aufliest. Im Sommer ernährt sich der Vogel vorwiegend tierisch, in den übrigen Jahreszeiten pflanzlich.

Ein Großteil der Heckenbraunelle bleibt im Winter bei uns. In milden Wintern beginnen sie bereits um die Jahreswende zu singen. Meist aber fangen sie Anfang Februar an und erreichen in den Monaten März und April ihre höchste Gesangsaktivität. Im Mai flauen ihre Gesänge schon deutlich ab.
Autor:
Gerhard Kooiker


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