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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Schirmbeck: BUGA-Konzepte sind schlecht
 
Abschied
Zwischenüberschrift:
Der Landkreis will seine finanzielle Beteiligung vonSchirmbeck: BUGA-Konzepte sind schlecht rund 30 Millionen auf eine Million Euro reduzieren
 
Spitzengespräch mit CDU/FDP-Gruppe am 9. Dezember - Fip: Wir sitzen gemeinsam im BUGA-Boot
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (we/ ra) " Alle Konzepte sind schlecht, und auch die Aussagen der Gutachter überzeugen uns nicht." So kommentierte Georg Schirmbeck (CDU) gestern die bislang bekannten Pläne für die Bundesgartenschau 2015 in Osnabrück

Die Nachhaltigkeit - also der spätere und langfristige Nutzen - einer BUGA auf dem Osnabrücker Piesberg für den Landkreis ist nach Angaben des Vorsitzenden der CDU / FD P / U WG-Mehrheitsgruppe im Kreistag " noch nicht erkennbar". Man müsse aus den Fehlern anderer Städte und Regionen lernen, die aus der Bundesgartenschau keine dauerhafte Wertschöpfung erzielen konnten. " Grundsätzlich hat die Idee zwar etwas Reizvolles, finanziell muss das Ganze aber auch darstellbar sein," Schirmbeck bestätigte einen Betrag von rund 20 Millionen Euro, die der Landkreis in ersten Sondiergesprächen in eine Betreibergesellschaft für die BUGA 2015 hätte einbringen sollen.

Beim Spitzengespräch mit der CDU / FDP-Mehrheitsgruppe im Osnabrücker Stadtrat am 9. Dezember kommt nach den Worten des Chefs der Mehrheitsgruppe im Kreistag " alles auf den Tisch" Dazu zähle auch das Angsbot des Osnabrücker Oberbürgermeisters Hans Jürgen Fip (SPD), sich am Jubiläum " 2000 Jahre Varusschlacht" im Jahr 2009 anstelle einer Germanenausstellung mit einem Historikerkongress zu beteiligen.

Ob diese Programmänderung überhaupt sinnvoll und erwünscht sei, müsse noch beim Gespräch am 9. Dezember besprochen werden.

Landrat Manfred Hugo ließ gestern über die Pressestelle der Kreisverwaltung erklären, dass er über die Beteiligung der Stadt am Varusjubiläum froh sei und von einem Ausstieg des Landkreises aus der BUGA 2015 keine Rede sein könne. Hugo wolle sich dafür einsetzen, dass sich der Landkreis an einer Entwickltingsgesellschaft für die Bundesgartenschau 2015 beteiligt. Damit die Interessen auch finanziell abgesichert seien, könnte sich dei Landkreis in den kommenden zehn Jahren mit unterm Strich einer Million Euro an den Marketingkosten für die BUGA beteiligen.

Hugo: Keine Rede von Ausstieg

Ein größeres finanzielles Engagement sei auch deshalb nicht geplant, weil die entscheidenden Investitionen für eine Bundesgartenschau 2015 ausnahmslos auf dem Gebiet der Stadt Osnabrück sinnvoll und möglich seien.

" Es ist offensichtlich letzte Woche für die BUGA ein katastrophales Ergebnis beim Gespräch zwischen Stadt- und Landkreisspitze herausgekommen, wenn OB Fip nicht die Zahlen rausrücken will", stellte der Grünen-Fraktionschef Michael Hagedorn am Dienstag in der Sitzung des Osnabrücker Finanzausschusses fets. Seine mehrmals gestellte Frage nach konkreten Beiträgen war zuvor unbeantwortet geblieben. Die Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Irene Thiel, erklärte gestern zur BUGA-Beteiligung des Landkreises: " Ich glaube, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip kommentierte die Reduzierung des Landkreis-Beitrages gelassen: Wir sind uns nach wie vor einig, dass wir gemeinsam im BUGA-Boot sitzen und der Landkreis sich auf jeden Fall beteiligt. Die Entwicklung des BUGA-Konzepts ist noch nicht abgeschlossen, aber es zeichnet sich ab, dass die Hauptflächen im stästischen Piesbergbereich liegen werden, und das hat natürlich Folgen."

WIRD AUS DEM PIESBERG EIN MUSTERGARTEN? Nachdem der Landkreis seine finanzielle Beteiligung an der Bundesgartenschau 2015 in Osnabrück erheblich reduzieren will, konnte das Prestigeprojekt komplett infrage gestellt werden. Foto: Archiv / Hehmann

BUGA 2015

Abschied

Der Abschied in Raten von der Osnabrücker Gartenschau 2015 hat begonnen. Das Angebot des Landkreises, sich mit nur einer Million Euro an den Marketingkosten zu beteiligen, hat lediglich eine Alibifunktion: Die Nachbarn wollen nicht zum offiziellen Totengräber des größten Prestigeprojektes der Osnabrücker werden.

Die drittgrößte Stadt Niedersachsens wird sich wohl noch eine Weile an das Prinzip Hoffnung klammem und von der Magnet Wirkung träumen, die eine Bundesgartenschau hätte. Realistisch ist das jetzt nicht mehr. Von der Landesregierung gibt es bis heute keine verbindlichen Zusagen, die einen begründeten Optimismus für die BUCA-Finanzierung auslösen könnten. Rat und Verwaltung in Osnabrück kämpfen tagtäglich um Einsparungen in allen Bereichen, Freiwillige Investitionen von 175 Millionen Euro sind unter diesen Umständen nicht zu schultern. Die Euphorie aus der Bewerbungsphase für die Gartenausstellung sollte nicht darüber hinwegtäuschen: Noch bevor die bunten Blumen verblüht sind, müssen die Rechnungen bezahlt werden. Vielen anderen Städten hat die Bundesgartenschau schon üble Quittungen beschert.
Autor:
we, ra


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