User Online: 1 | Timeout: 21:52Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
NABU meint: Die Natur braucht keinen menschlichen Regulator
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
zum Artikel: Den " Geier des Nordens" zum Abschuss freigeben? Neue-OZ-Artikel vom 25. Mai 2005.

Leser schreiben der Redaktion

Diese Veröffentlichungen geben die persönlichen Ansichten des Einsenders wieder. Kürzungen vorbehalten.

". Raben jagen Schafe." , " Krähen hacken Kälber tot.", " Krähen sind eine rücksichtslose Landplage." Alle Jahre wieder erscheinen solche und ähnliche Schlagzeilen, die vor allem den Kolkraben und die Rabenkrähe gezielt in öffentlichen Misskredit und somit in die Schrotschusslinie von Jägern bringen sollen.

Nun auch eine ähnliche Meldung in der Neuen OZ. »Rabenkrähen sollen am Nordhausweg ein Lamm ausgeweidet haben - Jäger fordern stärkere Regulierung.' Was war geschehen? Ein kleines Lamm lag morgens ausgeweidet auf der Wiese. " Vermutlich haben Rabenvögel das Lamm getötet." Dies wurde also nicht beobachtet, sondern nur vermutet. Mit ziemlicher Sicherheit haben die Rabenvögel nur ihre Aufgabe im Naturhaushalt erfüllt, indem sie das tote Lamm bio-dynamisch verwerten wollten. Die Familie der Rabenvögel stellt den europäischen Ersatz für Geier dar.

Besonders die Aussage des Landwirtes und Kreisjägermeisters Albers ist sehr fragwürdig. Er behauptet lapidar, , dass Rabenkrähen zunehmen und andere Vogelarten deshalb zunehmend verdrängt werden'. Sicherlich verfügt Albers über langjährige Zählreihen und seriöse, langjährige Populationsstudien auf Osnabrücker Gebiet, um seine Aussage über diese äußerst komplizierten ökologischen Räuber-Beute-Beziehungen zu untermauern. Wir würden gern Einblick in diese Studien nehmen. Wo können wir das nachlesen?

Der NABU Osnabrück weist aus aktuellem Grund noch einmal darauf hin, dass die Natur keinen menschlichen Regulator braucht: Das Töten von Tieren in der freien Natur ist von der Gesellschaft ohnehin nicht mehr gefragt. Gefragt sind das Erlernenökologischer Zusammenhänge und die Einsicht in die Notwendigkeit der Abstinenz bezüglich jagdlicher Eingriffe in das Gefüge unserer Wildarten. Die Bejagung von Rabenvögeln und anderen Beutegreifern ändert nichts an der Situation der dringend des Schutzes und der Hege bedürfenden aussterbenden Arten Brachvogel, Birkwild, Feldhase, Feldlerche, Kiebitz, Rebhuhn, Uferschnepfe usw. Es ist also völlig verfehlt, in der Dezimierung jener die Lösung der Probleme zu sehen, die überwiegend durch die intensive Landwirtschaft verursacht werden."

Andreas Peters

Naturschutzbund Osnabrück

Am Schölerberg 8

Osnabrück
Autor:
Andreas Peters


Anfang der Liste Ende der Liste