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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Busfahrer klagen über "Völkerwanderung"
Zwischenüberschrift:
Auf dem Neumarkt bringen sich immer öfter Fußgänger durch eigenes Verhalten in Gefahr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
SO ZUGIG wie auf diesem Foto kommen die Busse auf dem Neumarkt nicht immer voran. Vor allem das Abbiegen aus der Johannisstraße gestaltet sich schwierig. Die Stadt will bei einem Ortstermin nach Lösungen suchen. Foto: Gert Westdörp

Gestern Morgen war die Ampel am Neumarkt wegen Wartungsarbeiten für drei Stunden abgestellt. Das Überqueren der Fahrbahn gestaltete sich für die Fußgänger schwierig. Doch auch bei funktionierender Ampel, so klagen Busfahrer, kommt es immer häufiger zu gefährlichen Situationen - ausgelöst durch Fußgänger.

Fahrerinnen und Fahrer hatten in einer Betriebsversammlung der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke beklagt, dass es seit der weitgehenden Sperrung des Neumarkttunnels " Völkerwanderungen" auf der gesamten Breite des Neumarkts gebe. Sie schlugen vor, die Grünphasen für Busse und Fußgänger zu trennen.

Das allerdings kostet - nicht Geld, aber Zeit für den Querverkehr, sagte gestern Stadtplaner Hans-Jürgen Apel auf Anfrage unserer Zeitung. Die Busfahrer hätten Recht mit ihrer Feststellung: Inzwischen nutzten rund 80 Prozent aller Menschen, die den Neumarkt überqueren, die Straße.

Und das nicht nur an den dazu ausgewiesenen Stellen. Sie gehen vom Bussteig zwischen Kamp und Großer Straße auf die Seite des Makro Marktes und zurück. Auch die für Radfahrer gedachte Spur zwischen Großer Straße und Johannisstraße wird von Fußgängern genutzt. Das ärgert nicht nur die Radler, sondern auch die Busfahrer, die aus der Johannisstraße nach links abbiegen und warten müssen - oft so lange, bis der Querverkehrzwischen Neuem Graben und Wittekindstraße schon wieder Grün hat.

Die rechts abbiegenden Busse haben es auch nicht viel leichter. Vor der Haltestelle am Landgericht gibt ein Zebrastreifen den Fußgängern generell Vorrang, ohne Rücksicht oder freundliches Vorlassen könnte der Bus angesichts des tagsüber kaum abreißenden Passantenstromes nicht weiterkommen.

Nach den Beobachtungen der Busfahrer setzen immer öfter Fußgänger auch noch zum Überqueren an, wenn ihre Ampel schon wieder auf Rot umgesprungen ist. Auch dann verzögert sich die Einfahrt der Busse von der Johannisstraße in die Grünphase des Querverkehrs, aus dem wiederum einige mit ärgerlichem Hupen reagieren.

Am Montag will die Stadt bei einem Ortstermin mit der Polizei und den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke beraten, wie die Situation verbessert werden kann, kündigte Apel an. Möglich seien klare Wegweiser und Markierungen, um die Fußgänger dazu zu bringen, wenigstens den korrekten Überweg zu nutzen. Wenn das nichts bringe, müssten weitere Schritte überlegt werden.
Autor:
Ulrike Schmidt


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