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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ordnungsamt: Regelverstoß kostet eben Geld
Zwischenüberschrift:
Park-Probleme an der Lohstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Innenstadt (rei) Weil ihre Hofeinfahrt versperrt war, kassierten zwei Frauen ein Knöllchen: Als sie vor einigen Tagen nach Hause kamen, stand ein Lkw mit Ladekran vor ihrer Einfahrt. Aus Rücksicht auf die Bauarbeiter parkten die Frauen ihre Wagen vorübergehend an der Straße - im absoluten Halteverbot. Einige Minuten spater steckten Knöllchen hinter ihren Windschutzscheiben. Regelverstoß bleibt Regelverstoß, beharrt das Ordnungsamt.

Birgit Hagen ist eine der beiden Frauen, die ein Knöllchen erhielten. Gegenüber ihrer Wohnung wird derzeit eine Tiefgarage gebaut. Das hat ihr schon häufiger Unannehmlichkeiten bereitet, unter anderem einen Wasserrohrbruch. Doch Birgit Hagen hat Verständnis dafür, wenn wegen der Bauarbeiten mal etwas schief geht. So auch an dem Tag, als sie mit ihrer Nachbarin und ihrer Freundin nach Hause kam und just in diesem Moment Bauarbeiter mit einem Lkw vor ihrer Hofeinfahrt beschäftigt waren.

Birgit Hagen und ihre Nachbarin steckten hinter ihre Windschutzscheiben große Zettel mit Namen und Anschrift und dem Hinweis darauf, das sie ihre Autos auf den Hof fahren würden, sobald der Lkw den Weg geräumt habe. Doch das nützte ihnen nichts: Schon einige Minuten später fand Birgit Hagens Vater den Strafzettel an seinem Wagen. Empört wandte sich Birgit Hagen an das Ordnungsamt. Sie habe Norbert Obermeyer vom Ordnungsamt angerufen. Der aber habe ihr mitgeteilt, er sei nicht zuständig. Daraufhin rief sie eine Sachbearbeiterin des Ordnungsamtes an. Von der wurde sie unfreundlich abgewiesen, mit dem Hinweis, da sei nichts zu machen.

ÄRGERT SICH über das Ordnungsamt: Birgit Hagen hat aus Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer falsch geparkt und deshalb einen Strafzettel kassiert. Foto: Michael Hehmann

Das will Birgit Hagen nicht auf sich sitzen lassen. Auf die Frage, was sie hätte anders machen können, sagte die Sachbearbeiterin ihr, sie habe ihr Auto auch ins nächste Parkhaus fahren können. " Wir fahren doch nicht ins nächste Parkhaus und bezahlen Geld dafür, wenn wir in der Nähe wohnen", ärgert sich Hagen. Seltsam findet sie auch, dass ihre Nachbarin und sie selbst einen Strafzettel bekamen, ihre Freundin aber verschont wurde.

" Der Regelverstoß ist begangen worden", sagt dagegen Norbert Obermeyer. Auch in der besonderen Situation sei das Parken im absoluten Halteverbot nicht entschuldbar. " Es gibt tausende von subjektiv gut nachvollziehbaren Gründen, aber objektiv ändert das nichts an dem Verkehrsverstoß", so Obermeyer. Falschparken sei nur dann entschuldbar, wenn eine Gefahr für Leib und Leben bestehe. Der Bauleiter hat Birgit Hagen angeboten, ihr Strafmandat zu bezahlen. Doch das hat sie zurückgewiesen. " Es geht mir nicht um die 15 Euro", erklärt sie. Sie ärgert sich darüber, dass sie so abgefertigt wurde. " Wir machen doch alles mit", sagt sie mit Blick auf die Baustelle. " Nur die Unfreundlichkeit hat mich geärgert."
Autor:
rei


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