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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Sicherheit für Radler oder parkende Autos?
Zwischenüberschrift:
Ickerweg: Streit um Schutzstreifen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Widukindland (rll) Sind Schutzstreifen für Radfahrer sinnvoll? Auf jeden Fall, sagt der Radverkehrsplaner Wilhelm Angenendt vom Planungsbüro AB Stadtverkehr aus Bocholt, der für die Stadt Osnabrück den Radverkehrsplan ausarbeitet. Aber die Ratsmehrheit von CDU und FDP will am Ickerweg den Schutzstreifen abschaffen.

Am Ickerweg müssen sich die Radler schon anstrengen, wenn sie die Steigung vom Bahnübergang zur Bremer Straße erklimmen wollen. Für sie hat die Stadt vor einigen Monaten den Schutzstreifen angelegt. Die unterbrochene Markierung soll Autofahrer zwar auf Distanz halten, sie darf aber bei Bedarf überfahren werden.

Anwohnern vom Ickerweg ist der Schutzstreifen ein Dorn im Auge, weil sie jetzt nicht mehr an der Straße parken dürfen. Im Dezember hatte der Ärger angefangen, weil die Stadt zunächst an beiden Straßenseiten Schutzstreifen angebracht hatte.

Die Markierung allein hätte wohl niemanden aufgeregt, aber das damit verbundene absolute Halteverbot ließ die Anwohner an die Decke gehen. Nach kurzer Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss wurde beschlossen, den Schutzstreifen an der Östlichen Straßenseite zu entfernen.

Mit dem verbliebenen Streifen wollen sich die Anwohner aber nicht arrangieren, und die Ratsmehrheit stellt sich auf ihre Seite. Begründung: Die Markierung bringe nichts für die Sicherheit der Radfahrer. Außerdem quälten sich eh nicht viele Radler den steilen Ickerweg hinauf.

Gerade dann mache der Schutzstreifen Sinn, hält der Radverkehrsplaner Wilhelm Angenendt dagegen. Schutz brauche, wer sich als Einzelner der Gefahr aussetze, denn " die Masse schützt sich selbst". Deshalb sei der Schutzstreifen für das zeitraubende Bergaufstück auch wichtiger als für die kurze Abfahrt, hielt Angenendt kürzlich vor dem Stadtentwicklungsausschuss fest.

Schutzstreifen gibt es in Osnabrück nicht nur am Ickerweg, sondern in vielen Stadtteilen, zum Beispiel an der Bramscher Straße, der Knollstraße und In der Dodesheide. Demnächst sollen die unterbrochenen Markierungen auch an der Parkstraße angebracht werden. Hans-jürgen Apel, der Leiter des Fachdienstes Verkehrsplanung, schätzt die Länge aller Schutzstreifen in Osnabrück auf 30 km. Seit fünf Jahren werde zu diesem Mittel gegriffen, wenn die Fahrbahnbreite keine separaten Radwege ermögliche. Und bisher habe die Stadt damit gute Erfahrungen gemacht, betont Apel.

Bildunterschrift:
MEHR SICHERHEIT für Radfahrer soll dieser Schutzstreifen am Ickerweg bieten. Aber den Anwohnern ist die Markierung ein Dorn im Auge, weil sie ihre Autos nicht mehr an der Straße parken dürfen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
rll


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