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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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In den Unterwelten des Zoos wird der Tag zur Nacht
Zwischenüberschrift:
Präsidium stellte Machbarkeitsstudie des unterirdischen Zoos vor - Auch Tagungsräume für das Museum?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ratten unter den Füßen oder über den Köpfen, Einblicke in die Behausung der Feldhamster, dazu der typische Geruch der Erde - so sollen sie werden, die 500 qm große Unterwelt, der unterirdische Zoo, von dessen Planungen jetzt der Deckel gelüftet wurde. Fazit auf der Zoo-Jahreshauptversammlung: Es ist machbar.

Zähes Ringen um Sinn und Finanzierbarkeit waren vorausgegangen, jetzt stellten die Zoo-Verantwortlichcn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Sie besagt, dass sowohl aus zoologischer als auch aus finanzieller Sicht die unterirdische Verbindung zwischen Zoo und Museum am Schölerberg realisierbar ist. " Diese Verbindung zwischen Zoo und Naturkunde, sowohl inhaltlich als auch baulich, gibt es nirgends auf der Welt und ist nach Meinung von Experten einzigartig", so Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann.
Zoodirektor Dr. Wolf Everts, einst Kritiker des Planes, bekannte, nach der Beschäftigung mit dem Thema sei er jetzt begeistert von dem Projekt. Es werde kein normales Nachttierhaus entstehen, sondern der Besucher werde hautnah in und unter der Erde sein und die Tiere erleben. Auf einer Fläche von 500 qm werden Besucher auf verschlungenen Pfaden unter die Erde geführt, angelockt von Geräuschen und Gerüchen. Präriehunde und Feldhamster, Wanderratten und Feldmäuse, Maulwurfsgrillen und Erdhummeln sind in ihren natürlichen Elementen zu sehen. " Technisch eine Herausforderung", so Everts. Jede Tierart bekomme ihr eigenes Mikroklima. Wenn die Besucher tagsüber in die Unterwelten gehen, ist es für die Tiere Nacht, und sie sind aktiv, ist es draußen dunkel, wird den Tieren durch besonderes Licht der Tag vorgegaukelt, und sie schlafen.

Für die Zoobesucher bedeuten die Unterwelten, dass sie ohne zusätzlichen Eintritt vom Zoo durch den Tunnel ins Museum gehen können, um sich dort etwa die " unter.Welten" anzuschauen. Museumsbesucher müssten für den Zoobesuch ein Extraticket lösen, könnten aber die Erdattraktion gleichfalls sehen. " Eine Verschmelzung der beiden Einrichtungen ist nicht geplant", stellte das Zoopräsidium fest.

" Bei der Studie haben wir herausgefunden, dass das Museum im Grunde noch nicht fertig gestellt ist. Würde der Zoo allein die Unterwelten bauen, könnte sich das Museum nicht mehr vergrößern, weil der Tunnel den Einsatz von schweren Baumaschinen unmöglich machen würde", erläuterte Andreas Busemann. So sei die Idee entstanden, Unterwelten und Museumserweiterung in einem Rutsch durchzuziehen. " Tagungsräume für Museum, Zoo und Zooschule, ein kleines Kongresszentrum in einer Umgebung, die es nirgends gibt." Gäste könnten zum Beispiel nach der Tagung ins Planetarium oder in den nächtlichen Zoo: " Ein einmaliges Angebot in Deutschland."
1, 9 Millionen Euro würde alles zusammen kosten, davon entfallen 1, 15 Millionen auf den unterirdischen Zoo. " Partner, Sponsoren, Stiftungen und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt würden 750 000 Euro beitragen, unser Eigenanteil beliefe sich auf maximal 400 000 Euro. Und das ist " machbar", so der Zoogeschäftsführer.
Wie geht es weiter? Der Rat der Stadt muss über die Finanzierung der Museumserweiterung entscheiden. Die Zoomitglieder werden schriftlich befragt, diese Abstimmung fließt in die Entscheidung des Zookuratoriums ein. Stimmt dann auch noch die Bundesumweltstiftung zu, könnten die Unterwelten 2007 / 2008 gebaut werden.

Weitere Entscheidungen auf der Jahreshauptversammlung der Zoogesellschaft auf Seite 19.

Bildunterschriften:
DER UNTERIRDISCHE ZOO neben dem Museum: Diana Möge, Azubi im Zoo, präsentiert das Modell. Foto: Hehmann
DER FELDHAMSTER soll ein Bewohner des unterirdischen Zoos werden.
Autor:
d.


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