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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das ehemalige "Arme-Leute-Viertel" ist aufgewertet
Zwischenüberschrift:
Zeitreise in der Neustadt:
 
Der Name Salzmarkt erinnert an das "weiße Gold" und einen wichtigen Teil in der historischen Stadtentwicklung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Innenstadt
An dieser beschaulichen Ecke Osnabrücks schiebt sich heute der Verkehr auf fünf Spuren vorbei. Nachdem die kleinen Wohnbauten schon Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen worden waren, wurde das Salzmarkt-Vlertel Anfang der 1990er Jahre von Grund auf saniert und der Petersburger Wall erheblich verbreitert.
Die Aufnahme des Fotografen Rudolf Lichtenberg zeigt die Straßenecke Petersburger Wall/ Holtstraße im Sommer des Jahres 1913. Der Betrachter könnte auf den ersten Blick meinen, Lichtenberg habe das Gebäude der Fleischerei Hollmann im Bild festhalten wollen, allerdings kam es ihm in erster Linie auf die beiden kleinen Häuser am Petersburger Wall 24 und 25 (rechts daneben) an. Diese wurden kurze Zeit später abgerissen, um Platz für größere Neubauten zu scharfen. Die kleinen Wohnbauten waren damals typisch für die Bebauung nahe den Stadtmauern und charakterisierten den Bereich als " Arme-Leute-Viertel". Tatsächlich wurde dieser Straßenzug als Wohnquartier von der Stadtbevölkerung nicht bevorzugt.
Dieser schlechte Eindruck hielt sich - war das Viertel zwischen Pfaffenstraße, Bischofsstraße, Holtstraße, Salzmarkt und Petersburger Wall noch lange geprägt von Brandmauern, tristen Fassaden, Holperpflaster und Hinterhöfen. Dabei hatte gerade der Salzmarkt der Neustadt Ansehen über die Grenzen hinaus verschafft, denn das " weiße Gold", das im 18. und 19. Jahrhundert an der Holtstraße gehandelt wurde, war selten und teuer. Zu seinem Namen kam der Salzmarkt übrigens erst nach dem 2. Weltkrieg. Zu dem Zeitpunkt führte die Stadt für die Fläche Holtstraße / Bischofsstraße / Hermesstraße den amtlichen Namen " Salzmarkt" ein, um einen wichtigen Aspekt in der historischen Entwicklung der Stadt nicht ins Vergessen geraten zu lassen.

Die umfassende Erneuerung der südlichen Innenstadt begann Anfang der 90er Jahre und wurde im November 2000 vom damaligen Bundesbaumi nister Reinhard Klimmt mit dem Stadtwappen der Landesbausparkasse ausgezeichnet.

Bildunterschrift:

TYPISCH FÜR FRÜHERE BAUTEN nahe den Stadtmauern. Das Bild stammt aus dem Band " Lichtenberg - Bilder einer Stadt", erschienen im Rasch-Verlag, Bramsche.

HEUTE ROLLT HIER DER VERKEHR über den Petersburger Wall. Die dahinter liegenden Straßen hatten durch triste Fassaden und Holperpflaster lange eine schlechten Ruf.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
eme


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