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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Attacke auf den Haller Willem
Zwischenüberschrift:
Zug am Bahnhof in Halle-Hesseln überfallen -Vermummte sprühten mit Lack
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dissen / Halle " Das war nicht einfach eine Graffitisprüherei, sondern ein Anschlag auf die Bahn. Deshalb haben wir auch Strafanzeige erstattet." Katrin Hofmann, Sprecherin der Nordwestbahn, äußerte sich gestern empört über eine Attacke auf den Haller Willem. Nach dem dreisten Vorfall am 18. Februar sucht der Bundesgrenzschutz dringend Zeugen.

Es war frühmorgens um 5.32 Uhr: Der Zug, in dem einige Fahrgäste sitzen, fährt pünktlich in den Bahnhof Halle-Hesseln ein, als plötzlich eine schwarz gekleidete Person auf dem Bahnsteig auftaucht und mit dem Lokführer reden möchte. Dieser öffnet sein Fensterchen.

In diesem Moment tauchen aus dem Gebüsch drei weitere männliche Gestalten auf: Mit einem Notschlaghammer in der Hand zertrümmern sie eine Scheibe, beschädigen eine Tür, zerkratzen auf einer Länge von rund 20 Metern den Lack und sprühen " wie die Wilden" mit silberner Lackfarbe relativ wahllos und ohne erkennbare Schriftzeichen los. " Der Lokführer hat geistesgegenwärtig reagiert. Er schloss die Türen und fuhr unmittelbar in Richtung Halle weiter", schilderte Hofmann den Tathergang.

Der Zugführer meldete den Vorfall umgehend dem Bundesgrenzschutz (BGS) in Bielefeld, der für die Sicherheit an Bahnlinien zuständig ist.

" Der Vorfall ist einfach ärgerlich", äußerte sich die Sprecherin der Nordwestbahn, denn letztlich müsse der Steuerzahler für den Schaden aufkommen. Konkrete Hinweise auf die Täter gebe es bisher nicht. Unklar sei auch das Motiv, warum gerade dieser Zug mit dieser Gewalttätigkeit zerstört worden sei.

Für Carsten Simon, Pressebeauftragter des BGS, ist die Attacke bislang einmalig: " Normalerweise arbeiten die Sprayer verdeckt und richten sich nie gegen Menschen. Dass hier vier Personen mit Werkzeugen einen Zug beschädigt haben, ist eine besondere Qualität der Tat."

Unmittelbar nach dem brutalten Anschlag sei eine chemische Untersuchung der Lackfarbe vorgenommen worden, berichtete Simon. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Die Ermittlungen konzentrieren sich jedoch auf die Graffitiszene.

In diesem Zusammenhang bittet der BGS Zeugen, die am 18. Februar mit dem Zug um 5.02 Uhr ab Dissen-Bad Rothenfelde in Richtung Bielefeld gefahren sind und Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Die Hotline des BGS 0521/ 966470 ist rund um die Uhr geschaltet.

Bildunterschrift:
MIT SILBERNER LACKFARBE haben unbekannte Sprayer ihre " persönliche Marke" am Bahnhof Dissen - Bad Rothenfelde hinterlassen. Wer aber steckt hinter der zerstörerischen Tat am 18. Februar am Bahnhof in Halle-Hesseln? Foto: Simone Crawe
Autor:
sta, awe


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