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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bremer Bahnhof: Die Osnabrücker nannten ihn "Bretterbude"
Zwischenüberschrift:
Er war von Anfang an als Provisorium gedacht - Nach der Fertigstellung des Zentralbahnhofs verschwand er von der Bildfläche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schinkel (tos)

Ein Provisorium sollte er sein, der 1871 eröffnete " Bremer Bahnhof" in Osnabrück. Mit dem Bau des Hauptbahnhofs wurde er überflüssig. Heute erinnert nichts mehr an ihn.
Seinen Dienst als Empfangshalle für Reisende der Bahnlinie zwischen Bremen und dem Ruhrgebiet leistete das unscheinbare Fachwerkgebäude an der Buerschen Straße jedoch länger, als seine Erbauer es geplant hatten: Ein Vierteljahrhundert, bis zur Inbetriebnahme des Zentralbahnhofs im Jahr 1895 war der " Bremer Bahnhof" Haltepunkt der Köln-Mindener Eisenbahn in Osnabrück.
Die neue Bahnstrecke führte südlich des Johannis-tors an der Stadt vorbei und kreuzte die ältere Trasse der Hannoverschen Westbahn südöstlich des " Hannoverschen Bahnhofs". Zwischen beiden Gleissystemen wurde hier eine Verbindung geschaffen, die so genannte " Kluskurve", die noch heute einen Höhenunterschied von etwa fünf Metern überwindet. An dieser Stelle wird die Nord-Süd-Strecke durch eine Brücke über die Ost-West-Strecke geführt. Mit dem Bau der zweiten Eisenbahnverbindung war in Osnabrück ein Eisenbahnknotenpunkt entstanden, der auf lange Sicht einen zentralen Bahnhof für die Stadt erforderte. Da die Planungen jedoch nur langsam voranschritten, errichtete die Köln-Mindener Eisenbahn auf dem Klushügel, nahe der Buerschen Straße, ein langgestrecktes, eingeschossiges Gebäude, das mit der Eröffnung des Streckenabschnitts Münster-Osnabrück am 1. September 1871 vorübergehend die Abfertigung der neuen Verbindung übernahm. Die Gesamtstrecke wurde 1874 in Betrieb genommen. Im Vergleich zu Osnabrücks erstem Bahnhof, dem " Hannoverschen Bahnhof", war der " Bremer Bahnhof" wenig repräsentativ und viel zu klein geraten. Die Osnabrücker konnten dieser " Bretterbude", wie das Osnabrücker Tageblatt den Bau betitelte, wenig abgewinnen. Zudem störte die schlechte Zugänglichkeit: Der " Bremer Bahnhof" lag weit außerhalb der Stadt, und er war nur über die Buersche Straße, nach Überquerung der Westbahn zu erreichen. Für die in Osnabrück umsteigenden Eisenbahnreisenden war der Weg zwischen dem " Hannoverschen" und dem " Bremer Bahnhof" recht beschwerlich. Ein Zeit lang bestand eine Pferdebusverbindung. Nach der Eröffnung des Osnabrücker Hauptbahnhofs im Jahr 1895 wurde der " Bremer Bahnhof" abgetragen und als Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Ausbesserungswerkes an der Schinkelstraße wieder aufgebaut.

Der Güterverkehr wurde ab 1912 zum Fledder verlagert. Auf den umfangreichen Gleisanlagen, die nach dem Abbau des Bahnhofs noch mehr Platz bekamen, werden bis heute Güterzüge zusammengestellt.
Autor:
tos


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