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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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MTV im Sommer mit Großkonzert im Schlossgarten
Zwischenüberschrift:
Sender entschied sich unter vielen Bewerbern für Osnabrück - Stadt erteilt Sondergenehmigung - Termin noch unklar
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Originaltext:
Osnabrück (swa) Schlechte Nachrichten für die Gänseblümchen im Schlossgarten: Im kommenden Sommer wird hier voraussichtlich ein Open-Air-Konzert des Senders MTV steigen.

In der Reihe " MTV Campus Invasion" bringt der Sender seit dem Jahr 2000 in jedem Jahr zugkräftige Bands und internationale Stars in drei Uni-Städte. Auf eigene Rechnung. Osnabrück hat sich in diesem Jahr gegen starke Mitbewerber durchgesetzt. Nicht zuletzt wegen des starken Engagements der Studentenvertretung, wie der Veranstalter gestern durchblicken ließ.

Durchschnittlich rund 10 000 Fans waren bisher dabei. Wer auf die Bühne kommt, steht noch nicht fest. Im vergangenen Jahr waren unter anderem Nelly Furtado, " Wir sind Helden" oder " Sportfreunde Stiller" auf den Uni-Vorplätzen im Einsatz. Heri Reipöler von der Bochumer Agentur, die die " Campus Invasion" für MTV organisiert, sagte, dass er Ende nächster Woche wohl mehr zum Programm sagen könne.

Möglicherwelse steht dann auch schon ein Termin fest. Wunschtermin von MTV wäre der 18. Juni, aber da steht schon " mobilEmotion" auf dem städtischen Veranstaltungskalender. Jetzt suchen alle beteiligten fieberhaft nach einer Alternative, der Osnabrücker AStA hat sich so für die Veranstaltung Ins Zeug gelegt, well bei der " Campus Invasion" attraktive Bands für relativ günstige Eintrittspreise zu erleben sind. Der AStA wird als Vorverkaufsstelle den Studenten Karten für 15 Euro anbieten. Zum Vergleich: Für die Fantastischen Vier mussten die Fans mit 35 Euro für die Karte aus der Tasche kommen.

10 000 Menschen stehen bei diesen Veranstaltungen erfahrungsgemäß vor der Bühne.

Ein Problem wurde schon aus dem Weg geräumt: Der Veranstalter will nur im Schlossgarten spielen. Ausweichstandorte kommen für MTV schon deshalb nicht in Betracht, weil kein anderer Ort diese Nähe zur Uni bietet. Außerdem kommt es MTV auf die Schlosskulisse an.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Osnabrück genehmigte am Dienstag die Nutzung des Schlossgartens für das geplante Konzert. Nur ausnahmsweise, denn vor gut einem Jahr hatte dasselbe Gremium den Schlossgarten noch tur Großveranstaltungen gesperrt. Der Grund waren die Flurschäden, die " Fanta-4" und Ihre rund 8000 Fans in dem Park hinterlassen hatten. Die Schlosskulisse sei zwar " für Freiluftveranstaltungen herrlich", aber Großereignisse seien im Schlossgarten nicht zu machen.

Dass dies heute anders beurteilt wird, hängt unter anderem damit zusammen, dass der Veranstalter Erfahrungen mit sensiblen Grünanlagen hat. Er hat zu Beispiel Konzerte im Park von " Sanssouci" In Potsdam organisiert. Außerdem hat der Osnabrücker AStA erklärt, Schutzvorkehrungen und die Beseitigung möglicher Schäden an der Flora zu bezahlen. Der Veranstalter wird außerdem mit dem Fachbereich Grün der Stadt vorbeugende Maßnahmen abstimmen.

Bei der Ausschussentscheidung fiel neben der Tatsache, dass man Münster als wesentlich größere Uni-Stadt im Endspurt abhängen konnte, auch die positive Beurteilung des Konzerts durch den Uni-Präsidenten ins Gewicht: Stadt und Uni erhoffen sich unter anderem eine " hervorragende Fernsehpräsenz als junge, attraktive Kultur- und Universitätsstadt".

Ausnahmegenehmigung

Schöne Aussichten

Von Michael Schwager

In diesen klammen Zeiten kann man es als Stadt durchaus als Geschenk betrachten, wenn einem eine Konzertveranstaltung wie die MTV-Campus-lnvasion angeboten wird. Genuss ohne Reue, Risiken und mögliche Nebenwirkungen fangen gegebenenfalls andere ab. Anders also, als wir es beim Jugendhilfetag erleben mussten.

Bürger und Rat können sich bei den Initiatoren vom AStA der Uni bedanken, die das Konzert nach Osnabrück geholt haben. Dass die Politik das auch erkannt hat, sieht man an der unbürokratisch schnellen Entscheidung, den Schlossgarten für diesen besonderen Fall freizugeben.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
swa


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