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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Auto-Boom verdrängte Osnabrücks Straßenbahn
Zwischenüberschrift:
Zeitreise am Hasetorwall:
 
Bis 1959 zog die "Elektrische" ihre Kreise durch die Stadt - Busse lösten das rumpelnde Gefährt nach 20 Jahren ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Innenstadt (eme) Vor dem Bürgergehorsam zog die Linie 1 der Elektrischen vor 67 Jahren ihre Runden, damals sogar noch zweigleisig. Verkehrstechnisch kein Problem, Autos waren als Fortbewegungsmittel noch kaum verbreitet.

Das sollte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ändern:
Immer mehr Autos befuhren die Osnabrücker Straßen, so dass die beiden Inseln im Vordergrund des Bildes, die die Haltestellen der Straßenbahn am Rißmüllerplatz darstellten, den Natruper-Tor-Wall zu sehr einengten. Daher wurden sie Anfang der 50er Jahre abgebaut und die Haltestelle in den Anfang der Bierstraße verlegt. Dort fuhr die Bahn bis zum Kartoffelhaus zweigleisig, ab dort eingleisig.

Wo sich heute der Platz des 20. Juli befindet, stand früher das hohe Gebäude neben der Linde, das eine Gaststätte beherbergte. Die Gebäudereihe entlang dem Hasetorwall hingegen ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Vor dem Eckhaus am Rißmüllerplatz, in dem sich früher eine Kohlenhandlung befand, verläuft ein kleiner Weg, auf dem sich seit jeher Privateinstellplätze befinden. Es soll jedoch immer noch vorkommen, dass die Besitzer der dort geparkten Autos von ahnungslosen Ordnungshütern " Knöllchen" kassieren. Die Aufnahme von 1938 lässt von dem aufkeimenden Verkehrsaufkommen, insbesondere dem Pkw-Boom in der Zeit des Wirtschaftswunders, noch nichts ahnen. Die " Elektrische" hatte 20 Jahre später ausgedient, die Linie 1 wurde im Juni 1959 ausrangiert. Fortan bestand der öffentliche Nahverkehr aus Bussen, zunächst aus " O-Bussen", die noch mit Oberleitungsstangen fuhren.

Die Straßenbahn, die der Fotograf Rudolf Lichtenberg in das Zentrum seines Bildes rückte, hat eine enge Verbindung zum Rißmüllerplatz: 1906 wurde sie unter der Regentschaft des damaligen Oberbürgermeisters und späteren Namensgebers Dr. Julius Rißmüller erstmals in Osnabrück eingesetzt.

Bildunterschrift:
NOCH IST DER WEG FREI: In der Aufnahme von 1938 ist nichts zu sehen von dem Pkw-Boom zur Zeit des Wirtschaftswunders.Foto: Rudolf Lichtenberg

AUSRANGIERT: Immer mehr Autos befuhren Osnabrücks Straßen, so dass die " Elektrische" 1959 durch Stadtbusse ersetzt wurde. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
eme


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