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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fruchteis aus der Erfrischungshalle
Zwischenüberschrift:
Margot Farthmann arbeitete bis 1960 im "schönsten Kiosk von Osnabrück"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bildunterschrift: LECKEREIEN AUF DEM WEG ZUR SCHULE: Um sechs Uhr morgens stand Margot Farthmann schon hinter der Theke.
AUS DEM FAMILIENALBUM: Mutter Farthmann vor ihrer Erfrischungshalle.

Artikel:
Da stutzte Margot Farthmann, als sie kürzlich die Zeitung aufschlug. War doch der frühere Kiosk ihrer Schwiegereltern abgebildet, auf einem Foto von 1956. Sie hat viel zu erzählen über ihre Arbeit in der " Erfrischungshalle", die vielen Osnabrückern noch ein Begriff ist.
Im Krieg lernte sie als 15-jährige ihren späteren Mann, den Osnabrücker Hermann Farthmann, kennen.
Während seiner Gefangenschaft in Russland hielt sie die ganze Zelt die Verbindung zu den späteren Schwiegereltern, zog 1949 nach Osnabrück und heiratete dort 1950. Im selben Jahr baute die Familie das Häuschen, das sich schon seit 1900 gegenüber dem Eingang zur Hasestraße befunden hatte und im Krieg ausgebombt worden war, zur Erfrischungshalle aus.
Der Arbeitstag in der Erfrischungshalle begann morgens um sechs und endete nachts um ein Uhr, auch an - den Sonn- und Feiertagen. Eine Spezialität war handpoliertes Obst. Zu den ersten Kunden zählten die Kinder, die sich gegen sieben Uhr auf dem Schulweg einen kleinen Imbiss für den harten Schulalltag besorgten. Draußen vor dem Kiosk lag von Hand poliertes Obst aus. Hermann Farthmann hatte es nachts in Essen besorgt, da es dort die beste Ware gab. Aus den Resten machten die Farthmanns Fruchteis, das es " nur im schönsten Kiosk von ganz Osnabrück" gab, wie die 78-Jährige stolz berichtet. Zu besonderen Anlässen wie Weihnachten erweiterte das Ehepaar sein Sortiment. Als die Erfrischungshalle endlich Margot Farthmanns Vorstellungen entsprach und alles verschönert war, kam das Aus: 1960 wurde sie wegen der Straßenverbreiterung abgebaut. Die Farthmanns kauften daraufhin das Eckgrundstück Hasemauer / Klingensberg, bauten dort die Gaststätte " Hansa Eck" und betrieben sie 20 Jahre lang. Nach dem Tod ihres Mannes 1985 verkaufte Margot Farthmann die Gastwirtschaft. Heute erzählt sie, dass der Betrieb zwar anstrengend war, ihr aber zugleich immer Spaß gemacht hat.
Autor:
eme


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