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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Tulpenpfad: Bauplätze auch für Normalverdiener?
Zwischenüberschrift:
CDU und FDP bringen Pläne für neue Wohnsiedlung gegen den Widerstand von SPD und Grünen auf den Weg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer aus seinem Wohnzimmer ins Grüne schauen kann, ist nicht erfreut, wenn ihm dieser Blick durch neue Häuser verstellt wird. In Hellern protestieren aber nicht nur die unmittelbar Betroffenen des geplanten Baugebietes Tulpenpfad. Trotz der Widerstände aus dem Stadtteil hat die Ratsmehrheit von CDU und FDP jetzt beschlossen, das Planungsverfahren fortzusetzen.
Auf die neun Hektar große Fläche " Im Steerte / Tulpenpfad" hatten die Planer schon in der Vergangenheit ein Auge geworfen. Aber erst mit der Baulandoffensive von CDU und FDP nach der Kommunalwahl 2001 wurde das Vorhaben in Hörne konkreter. Nach den aktuellen Plänen soll der größere Teil des Areals Grünfläche bleiben, lediglich 30 Prozent der Gesamtfläche sind für den Wohnungsbau vorgesehen. Im Vergleich zu früheren Entwürfen sollen die Häuser auf zwei " Halbinseln" entstehen, die an die Muskamp-Siedlung angedockt werden.
Für dieses Vorhaben muss die Stadt den Flächennutzungsplan ändern. In der Begründung wird ausführlich auf den Mangel an Bauflächen in Osnabrück eingegangen. Die Alterspyramide, so heißt es da, lasse für die kommenden zehn Jahre einen großen Bedarf an neuen Wohnbauflächen erwarten. Und die LBS-Studie über die Zukunft der Städte in Niedersachsen empfehle der Stadt Osnabrück, jedes Jahr rund 380 Bauplätze für Einfamilienhäuser auszuweisen, damit der Quadratmeterpreis auf die Hälfte sinkt. Diese Formulierung stellte der SPD-Politiker Urich Hus im Stadtentwicklungsausschuss als Illusion dar: " Wer das glaubt, lügt sich etwas in die Tasche!" Normalverdiener könnten es sich jedenfalls abschminken, am Tulpenpfad zu bauen. Die Grünen bilanzierten, den " sehr erheblichen Eingriffen" stehe ein " sehr geringer Nutzen" gegenüber, wie es der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn ausdrückte. In der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hatten sich zahlreiche Helleraner gegen eine Besiedlung der Flächen am Tulpenpfad gewandt, weil sie um die Naherholungsqualität des Quartiers fürchten. In den Stellungnahmen geht es um die Fernsicht, um eine Wallhecke und um den Amphibienschutz. Außerdem wird auf den Lärm der nahe gelegenen Eisenbahnstrecke hingewiesen. Auf alle diese Einwände haben die Planer Antworten gefunden. Ob sie in Hellern überzeugen, wird das weitere Planverfahren zeigen.

ACKERLAND - WIE LANGE NOCH? Am Tulpenpfad soll nach dem Willen der Ratsmehrheit eine neue Wohnsiedlung entstehen.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
rll


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