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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Architekt: Sandstein ja, Schlitz-Architektur nein
Zwischenüberschrift:
Möserstraße: Der Sparkassen-Neubau und seine Gestaltung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (rll) " Schießscharten-Fassade" - dieses böse Wort galt es aus der Welt zu schaffen, als der Architekt Heinrich Eustrup dem Stadtentwicklungsausschuss seine Pläne für ein Büro- und Geschäftshaus der Sparkasse an der Möserstraße vorstellte. Die Kritiker, Anfang Dezember noch voller Spott, zeigten sich jetzt kleinlaut.
Eine Sandsteinfassade mit Einzelöffnungen soll dem Neuhau ein Gesicht geben. Warum Sandstein? Für Heinrich Eustrup berührt die Materialfrage die Glaubwürdigkeit des Bauherrn, und das erklärte er mit launigen Worten: " Die Sparkasse ist kein global player, sondern ein local player, um nicht zu sagen ein local hero." Einem " bodenständigen Institut" stehe ein bodenständiges Material gut zu Gesicht. Und da biete sich der Sandstein an, zumal er sich im benachbarten Sparkassen-Gcbäude an der Wittekindstraße - wenn auch in ganz anderer Anordnung - wiederfinde.

Der Neubau an der Ecke Möserstraße / Wittekindstraße nehme die Teilproportionen auf, ohne die Eigenständigkeit beider Komplexe infrage zu stellen. Die 75 cm breiten Fenster seien " keine Schlitz-Architektur", beteuerte Eustrup. Zugleich machte er deutlich, dass sein Entwurf auch zu den anderen Nachbargebäuden sanfte Übergänge schaffe. Warum? Um keinen Fremdkörper entstehen zu lassen, bestehe der Zwang, " auf McDonald' s einzugehen" (das Haus Möserstraße Nr. 10). Und die Notwendigkeit, die Proportionen des alles überragenden Nachbarn Galeria Kaufhof im Blick zu behalten, spiele ebenfalls eine Rolle.

Die Architekten wollen das Büro- und Geschäftshaus deshalb mit sechs Geschossen auftrumpfen lassen, allerdings nur an der Straßenecke. Der übrige Baukörper bescheidet sich mit vier Ebenen. Für die beiden aufgesetzten Stockwerke muss der gültige Bebauungsplan geändert werden. Kein Problem für den Stadtentwicklungsausschuss: Fast einstimmig ging die Planänderung durch, lediglich Michael Hagedorn von den Grünen enthielt sich der Stimme.

Für die Gestaltung der Sparkassen-Immobilie fand der CDU-Politiker Heinz-Josef Klekamp anerkennende Worte: Architektonisch sei das Bauvorhaben eine " Bereicherung". Und die sinnvolle Nutzung von ehemals " totem Raum" sei ein Gewinn für die Innenstadt.

Ulrich Hus (SPD) nannte das Projekt " grundsätzlich positiv". Bislang sei die Ecke " grässlich" gewesen. Die Gestaltung der Fassade, merkte Hus jedoch an, überzeuge ihn nicht. Und das habe nichts mit dem Material zu tun.

MARKANTE ECKE: Mit zwei aufgesetzten Stockwerken soll das neue Sparkassen-Gebäude auftrumpfen. Links Galeria Kaufhof, rechts das 20 Jahre alte Sparkassen-Gebäude. Simulation: pbr
Autor:
rll


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