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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Fast vergessen: Ein repräsentativer Bau in zentraler Lage
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Der "Hannoversche Bahnhof' war ein frühes Beispiel der Industriearchitektur - Magnetwirkung für ein modernes Nobelviertel
 
Stadtteile: Zeitreise in der Innenstadt:
Artikel:
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Originaltext:
Bildunterschriften

ZUM VERWALTUNGSGEBÄUDE wurde der Hannoversche Bahnhof milder Modernisierung der Streckenführung, hier auf einer Postkarte um 1910. Foto: Bildarchiv Band 1, Verlag Wenner Samstag,

MODERNE FENSTER UND ANBAUTEN DER NACHKRIEGSZEIT: Seit geraumer Zeit steht der Hannoversche Bahnhof nahezu vollständig leer. Foto: Gert Westdörp Fast vergessen: Ein repräsentativer Bau in zentraler Lage

Artikel:
Für Osnabrück begann das Eisenbahnzeitalter am 21. November 1855. An diesem Tag wurde der " Hannoversche Bahnhof", Osnabrücks erster Personen- und Güterbahnhof, " unter großer Anteilnahme der Bevölkerung", wie es damals in den Gazetten hieß, seiner Bestimmung übergeben.
20 Jahre nach Inbetriebnahme der ersten deutschen Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth, erhielt die Stadt zunächst mit der Verbindung Osnabrück-Löhne Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die Gesamtstrecke der Hannoverschen Westbahn, die von Hannoverüber Osnabrück bis Emden reichte, wurde am 19. / 20. Juni 1856 eröffnet.
Der Hannoversche Bahnhof wurde vor den Toren der alten Stadt, an der eigens angelegten Bahnhofstraße (heute Wittekindstraße) errichtet. Das imposante, langgestreckte Sandsteingebäude zählt zu den ersten repräsentativen Bauten des Historismus in Osnabrück. Adolph Funke, Baurat der Hannoverschen Eisenbahndirektion, gilt als Planer des Gebäudes. Er sorgte für klare Linien: Die symmetrische Anlage bestand ursprünglich aus einem dreigeschossigen Hauptgebäude, flankiert durch zweigeschossige Gebäudeteile. Seitlich schlossen sich einstöckige Flügel an, die in Eckpavillions mündeten. Die Aufnahme von 1910 zeigt die stadtzugewandte, zentrale Giebelfront des Bannhofs. Dezent verwendete, aber sich wiederholende Ornamentik und der Rundbogenstil fügten die Gebäudeteile zu einer harmonischen Einheit zusammen. Seine heutige Gestalt erhielt der Hannoversche Bahnhof infolge kriegsbedingter Umbaumaßnahmen nach 1945. Der rechte Flügel wurde durch einen verkürzten Anbau ersetzt, der Nordflügel aufgestockt und das ehemals dreiteilige Dach des Mittelbaus gegen ein einheitliches Walmdach ausgetauscht. Der Bau der Bahnhofsanlage veränderte das Gesicht Osnabrücks. Mit dem " Bahnhofsviertel" wurde Osnabrücks erste planmäßige Stadterweiterung verwirklicht. Der Lauf der Hase wurde begradigt, Wallanlagen abgetragen und ein neues Straßensystem angelegt. Rasch entstand jenseits des Bahnhofs das älteste Gewerbe- und Industriegebiet Osnabrück, während sich in Richtung der alten Stadt Banken, Geschäftshäuser und Hotels ansiedelten.

Mit der Eröffnung des Zentralbahnhofs im Jahr 1895 elviertel verlor der Hannoversche Bahnhofseine Funktion und wurde nachfolgend für Zwecke der Eisenbahnverwaltung genutzt. Heute steht das Gebäude, das sich im Besitz der Bahn befindet, größtenteils leer. Wenn die aktuellen Pläne für eine " OS-Bahn" jedoch Realität werden, könnte der ehemalige Bahnhof am Wittekindplatz wieder zu einem wichtigen Haltepunkt in Innenstadtnähe werden.
Autor:
tos


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