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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Drei Fragen an Konrad Brockmann
Zwischenüberschrift:
"Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ist die Arbeit der Ortsräte " totgeschlagene Zeit"? Ganz so hatte Konrad Brockmann seine Bemerkung wohl nicht gemeint. Dennoch wird der Vorsitzende des Bürgervereins Voxtrup in diesen Tagen heftig gescholten. Hier kommt er selbst zu Wort.

Herr Brockmann, Sie stehen unter Beschuss. Was haben Sie falsch gemacht? Brockmann: Seit 1999 vertrete ich die Meinung, dass flächendeckend Ortsrate nicht bezahlbar sind. Wenn das Kinderbüro geschlossen und die Kinderkommission aufgelöst wird, sehe ich nicht ein, dass für die Ortsräte so viel Geld ausgegeben wird. Das habe ich auch deutlich gemacht, als ich von Ihrer Zeitung gefragt wurde. Unter anderem fiel der Satz: , Wenn die Postdirektion die Postfiliale im Ortsteil schließen will, lohnen keine Diskussionen im Ortsrat. Sie sind dann totgeschlagene Zeit.' Hubert Körte forderte mich auf, meine Meinung zu den Ortsraten zu widerrufen. Das habe ich nicht getan, und dabei berufe ich mich auf einen Satz von meinem Opa, der ab 1945 Bürgermeister in Voxtrup war: »Demokratie ist deshalb so wertvoll, weil wir

UNTER BESCHUSS: Konrad Brockmann, Vorsitzender des Bürgervereins Voxtrup.

nicht nur denken können, was wir wollen, sondern jedem unsere Meinung mitteilen dürfen, wie sie auch ausfällt.' Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Ein Fehler war vielleicht, dass ich zwei Worte benutzt habe, die im Zusammenhang anders verstanden werden konnten. Voxtrups Ortsbürgermeister Ulf Jürgens ist unter Protest aus dem Bürgerverein ausgetreten. Andere Voxtruper fordern Ihren Rücktritt. Was nun? Brockmann: Übers Wochenende hatte ich 18 Anrufe, davon aber keine Rücktrittsforderung. Im Gegenteil: Viele der Anrufer haben mich in meiner Position bestärkt. Und der Austritt von Ulf Jürgens, den ich immer geschätzt habe, bedaure ich sehr. Aber ich bin mir fast sicher, dass es keine weiteren Austritte geben wird. Der Voxtruper Ortsrat hat sich einstimmig gegen das geplante Gewerbegebiet an der Meller Landstraße gestellt. Nun soll es nicht mehr realisiert werden. Stimmt es eigentlich, dass Ihnen die Flächen gehören? Brockmann: Ja, das stimmt. Ich hätte gern meine Flächen an die Stadt veräußert. Und deshalb war ich auch nicht glücklich über die ablehnende Haltung des Ortsrats Voxtrup. Aber meine Haltung gegenüber den Ortsräten steht schon seit 1999 fest. In dem Jahr wurde ich zum Vorsitzenden des Bürgervereins gewählt und gehöre seitdem der Arbeitsgemeinschaft der Osnabrücker Bürgervereine an. Im Juni 1999 hat sich in der Arbeitsgemeinschaft eine große Mehrheit für die Abschaffung der Ortsräte ausgesprochen. Auch ich war dabei. Im Januar 2005 wurde dieses Votum bekräftigt. Ich war zwar nicht anwesend, trage es aber mit.
Autor:
rll


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