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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo lässt es sich attraktiv wohnen in Osnabrück?
Zwischenüberschrift:
Neue Internetseite hilft beim Suchen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sie wollen bauen? Gut. Hier zwischen Wörthstraße und Osningstraße ist noch Platz. Ein schönes Baugebiet. 22000 Quadratmeter für 35 Wohneinheiten. Sagt nicht viel aus? Richtig. Deshalb hat die Stadt Osnabrück eine Internetseite eingerichtet mit detaillierten Informationen über alle 57 in Osnabrück verfügbaren Baugebiete.

Wer baut, möchte auch attraktiv wohnen, dieser Grundsatz gilt für viele Grundstückssuchende. Die Fragen nach der Attraktivität sind dabei jedoch komplex. Wo können die Kinder zur Schule gehen, wo die Familie sonntags in die Kirche oder samstags zum Shoppen?

Mit ein paar Mausklicks sind diese Informationen seit dem 1. Februar über " Bauen und Wohnen in Osnabrück" auf www.osnabrueck.de abrufbar. Die neue Internetseite der Stadt bietet reichlich Auskunft über die Infrastruktur eines Baugebietes. Beispiel Wörthstraße / Osningstraße: Ab 2005 sind hier 35 Wohneinheiten geplant, das Gebiet ist 1400 m von der City entfernt und über die Buslinien 21, 61 und 62 an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen. Die nächstgelegenen Kirchen und Schulen werden aufgelistet sowie die nächste Kita, zu der es zudem noch eine Sonderseite mit Porträt, Betreuung und Öffnungszeiten gibt. Eltern können sich auf dem 1000 m entfernten Schölerberg erholen oder ihre Kinder auf die fünf im Radius von 500 m liegenden Spielplätze schicken. Luftbilder, reichlich Kartenmaterial und die Kontaktadresse des Ansprechpartners bei der Stadt runden diesen Info-Pool ab.

Oberbürgermeister Hansjürgen Fip zeigte sich bei der ersten Präsentation dieser Seite durch Dirk Ohde vom Geodatendienst zufrieden. " Wir sind die erste Stadt in Deutschland, die einen solchen Service für ihre Bürger anbietet", erklärte Fip. Die Stadt könne so zukünftigen Bauherren bei der Grundstückssuche helfend unter die Arme greifen. Auch Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, lobte das Innovative dieser Technik. " Wir haben damit eine zentrale Stelle für den Wohnungsmarkt geschaffen. Der größte Teil der hier aufgelisteten Baugebiete ist nicht in städtischer Hand. Interessierte können aber über die städtische Beratungsstelle Kontakt zum Eigentümer aufnehmen und sich zudem weiter beraten lassen, wenn es zum Beispiel um das Thema ökologisches Bauen geht." Laut OB Fip ordnet sich das neue Internetangebot in das aktuelle Stadtentwicklungskonzept " Wachsende Stadt in einer starken Region" ein. Mit dieser im November 2004 veröffentlichten Konzeption reagiert die Stadt auf den demografischen Wandel, der alle Städte in Deutschland wesentlich verändern wird.

Das Problem sind dabei die sinkenden Bevölkerungszahlen. " Der Anspruch der Stadt Osnabrück vor diesem Hintergrund ist, in den nächsten Jahren 15 000 bis 20 000 neue Bürger zu gewinnen", so Fip. Die Stadt sei in der Vergangenheit jedoch nicht offensiv genug gewesen, Angebote für bauwillige Bürger bereitzustellen. " Mit der neuen Internetseite kann Osnabrück dazu beitragen, dass sich das Lebensprinzip Stadt wieder positiv entwickelt", sagte Fip. Auch bei der anschließenden Präsentation der Homepage im Stadtrat stieß das neue Angebot gestern auf großen Zuspruch.

Zur Sache

Bevölkerungsentwicklung in Osnabrück

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland wird laut statistischem Bundesamt (2003) mittel- bis langfristig rückläufig sein. In den Ballungsräumen Westdeutschlands wird zunächst bis 2015 mit einer Bevölkerungszunahme gerechnet, wobei die Einwohnerzahlen in den Kernstädten, bedingt durch eine anhaltende Stadt-Umland-Beziehung, sinken werden. Auch die Stadt Osnabrück ist eng mit ihrem Umland verflochten und zeigt typische Suburbanisierungsmuster: Viele Menschen verlegen ihren Wohnsitz aufs Land. Das Pestel-Institut kommt in seiner aktuellen Untersuchung " Die Zukunft der Städte in Niedersachsen - Osnabrück" (2004) zu dem Ergebnis, dass die Bevölkerung in Osnabrück im Jahr 2015 rund 165 000 Personen betragen kann. Voraussetzung ist, dass die Stadt etwa 10 500 neue Wohnungen errichtet, um vor allem die Stadt-Umland-Wanderungen dahingehend zu beeinflussen, dass ein noch höherer Anteil der 30- bis 50-Jährigen langfristig in der Stadt gehalten wird. Durch verstärkte Bauflächenzuweisungen sowie ein aktives Baulückenprogramm kann einer Abwanderung entgegengewirkt und ein Bevölkerungswachstum in der Stadt erreicht werden. Das neue Internetinformationsangebot ist ein Schritt in diese Richtung.

Bildunterschriften:
PER MAUSKLICK DURCH OSNABRÜCK: Dr. Sven Jürgensen, die Stadtplaner Franz Schürings und Patricia Mersinger sowie OB Hans-Jürgen Fip (von links).
KITA UND KIRCHE GLEICH UM DIE ECKE: 22000 Quadratmeter stehen auf dem Baugebiet Nr. 5 zwischen Wörthstraße und Osningstraße ab Mitte 2005 für den Bau von Reihenhäusern und Mehrfamilienhausern bereit. Foto: Egmont Seiler
Autor:
de


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