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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baum-Sponsor muss sein Geld behalten
Zwischenüberschrift:
Spender wollte im Kreisverkehr werben: Da winkte Stadt ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Atter (rei)

Keine Leistung ohne Gegenleistung: In Atter wäre ein Unternehmen bereit gewesen, den Kreisverkehr umsonst mit Bäumen und anderen Pflanzen zu verschönern. Im Gegenzug hätte die Firma aber ein Werbeschild auf dem Kreisel aufstellen wollen. Geht nicht, sagt da die Stadt. Derartiges Sponsoring ist in Osnabrück nicht üblich. Denn sie befürchtet, dass die Folge ein Schilderwald auf den Inseln der Kreisverkehre sein könnte.

Der Anstoß kam gleich von zwei Seiten. Sowohl das Bürgerforum Atter und die Ortsbürgermeisterin Anne Fitschen hatten vor einiger Zeit Kontakt zu der Firma Steinhake aufgenommen. Die wäre bereit gewesen, die Kosten für die Begrünung des Kreisels zuübernehmen, wie Inhaber Heinrich Steinhake sagt - aber eben nur, wenn er die Möglichkeit bekommen hätte, ein Werbeschild aufzustellen. Das hätte so groß sein müssen, " dass die Autofahrer es wahrnehmen, es aber nicht störend ist", beschreibt Steinhake seine Wünsche.

Solche Schilder aufzustellen ist aber in Osnabrück nicht üblich. " Es gibt keine Werbeflächen auf Grünflächen", sagt Klaus Schröder vom Grünflächenamt über den Grundsatz der Stadt. Dabei gehe es letztendlich um die Ästhetik. " Dann sagt das nächste Unternehmen, warum durfte ich das nicht?", fürchtet Schröder unliebsame Folgen. Die Gleichbehandlung erlaube es aber nicht, dem einen zu gestatten, ein Werbeschild aufzustellen, dem anderen nicht. Ortsbürgermeisterin Anne Fitschen war nach eigenen Aussagen auch auf die Firma Steinhake zugegangen, hatte dann aber ein Einsehen für die Position des Fachbereichs Grün und Umwelt. Verärgert dagegen ist Peter Thiel, Vorsitzender des Bürgerforums in Atter. Er hatte sich als Erster darum bemüht, die Begrünung des Kreisverkehrs von der Firma Steinhake sponsern zu lassen. Als das scheiterte, wollte das Bürgerforum zwei der drei geplanten Eichen zahlen und suchte einen weiteren Sponsor, der die Kosten für den dritten Baum übernehmen wollte. Dann aber verlangte Steinhake statt 250 Euro pro Baum auf einmal 350 Euro - das war dem neuen Sponsor zu viel, er stieg wieder aus. Und so wird jetzt das Grünflächenamt die Verschönerung des Kreisverkehrs übernehmen.

Peter Thiels Zorn richtet sich aber vor allem gegen die Politik. Denn Ortsbürgermeisterin Anne Fitschen plant eine Einweihungsfeier der ab dem Frühjahr frisch begrünten Verkehrsinsel. Damit steht die Begrünung des Kreisels nach Ansicht von Thiel als Verdienst des Ortsrats da - zu Unrecht. Denn das Bürgerforum habe sich bereits vor eineinhalb Jahren für die Verschönerung des Kreisverkehrs eingesetzt, so Thiel. " Wir wollen das Bürgerforum nicht ausschließen", beschwichtigt Bürgermeisterin Anne Fitschen. " Der Ortsrat hat sich unsere Idee an Land gezogen", beschwert sich dagegen Thiel.

Bildunterschrift:

WER HAT' S ERFUNDEN? Die Idee, den Kreisverkehr in Atter zu begrünen, nehmen (von links) Peter Thiel, Walther Gröttrup, Fabian und Manfred Niemann für sich in Anspruch. Foto: Lewandowski
Autor:
rei


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