User Online: 1 | Timeout: 17:15Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Freund Pferd einmal als Wirtschaftsfaktor betrachtet
Zwischenüberschrift:
Fakultät Agrarwissenschaft und Landschaftsarchitektur bietet ein Studiengang-Modul Pferdemanagement an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Muss Management immer etwas mit nüchternen Zahlen und der Steuerung von Betriebsabläufen zu tun haben? Mit Zahlen sicher. Mit Wirtschaftlichkeit auch. Allerdings hat dieser Studiengang an der Fachhochschule ein ungewöhnlichesProfil: Pferdemanagement lautet das Fachmodul für angehende Agraringenieure der FH.

Das Pferd im Mittelpunkt einer eigenen Disziplin: Entscheidend ist, wie die Gesundheit des Pferdes und die Pferdehaltung professionell optimiert werden können. " Der Hochschulstandort Osnabrück im pferdereichen Land Niedersachsen ist ideal für Forschung rund um das Tier", sagt Dr. Heiner Westendarp, der das Fach als Bestandteil des Landwirtschaftsstudium leitet. Angeboten wird es am Agrarwirtschaftstandort in Haste seit dem Wintersemester 2003/ 2004.

Den Hintergrund dieses Angebots erläutert Prof. Bernd Lehmann, Dekan der Fakultät: " Die Pferdehaltung hat in den letzten Jahren eine zunehmende gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Bedeutung erlangt." Pferde sind heute Partner des Menschen beim Sport und in der Freizeitgestaltung sowie in der Ausbildung und beim therapeutischen Reiten.

Während Veterinärmediziner etwa Anatomie und Gesundheit des Pferdes untersuchen, agiert das Pferdemanagement auf der nächsten Ebene: Evolution, Rassen und Ernährung des Pferdes sind Grundlagen der Ausbildung. Es schließen sich die Haltung, Gesundheit und Nutzungsformen an. Hinzu kommt die Fütterungstechnik, schließlich Wirtschaftlichkeit.

Immerhin: Mit bundesweit rund 1, 7 Millionen aktiven Reitern und rund 200000 Pferdebetrieben ist der stolze Vierbeiner ein Wirtschaftsfaktor geworden. Rund fünf Mrd. Euro werden jährlich in der Pferdehaltung umgesetzt. Versorgung des Tieres und Wirtschaftlichkeit gehen im Pferdemanagement sozusagen Hand in Hand, wie Westendarps Diplomand Olaf Krause anhand seiner Abschlussarbeit dokumentierte: Der 28-Jährige unternahm eine Fütterungsanalyse, im Konzept vergleichbar mit dem betriebswirtschaftlichen Controlling. Wie und was muss verfüttert werden, um dem Tier eine gute Entwicklung zu ermöglichen? Wie reagiert das Tier biologisch?

" Was bei der Fütterung von Hochleistungskühen und Schweinen selbstverständlich ist, muss hier erst erarbeitet werden", erklärt der Examens-Kandidat.

Angesichts des vielseitigen Einsatzes des Pferdes spielt auch das Marketing eine Rolle. Grund genug für die Fakultät, das Modul Pferdemanagement zum vergangenen Semester auch für Studierende der Betriebswirtschaftslehre zu öffnen.

Wer noch keine Ausbildung in einem pferdewirtschaftlich relevanten Zweig absolviert hat, für den ist ein einjähriges Praktikum in einem von der Landwirtschaftskammer anerkannten Ausbildungsbetrieb verpflichtend. Jeder vierte der rund 100 Studenten eines Semesters der Fakultät wählt als Zusatzschwerpunkt das Pferdemanagement.

Die Berufsaussichten stehen nicht schlecht. Jeder der 24 Diplomanden Westen-darps hat bereits jetzt eine Stellenzusage. Hier scheint sich der enge Kontakt der Fakultät zur Industrie und Betrieben auszuzahlen. Wie für Olaf Krause: Er wird nach dem Examen mit einem Trai-neeprogramm bei einem namhaften Futtermittelhersteller seine Karriere starten.

Bildunterschrift:

PFERDE FÜTTERN als Forschungaufgabe: Der Diplomand Olaf Krause (links) studierte Pferdemanagement bei Dr. Heiner Westendarp. Foto: Egmont Seiler
Autor:
KMOE


Anfang der Liste Ende der Liste