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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pappeln müssen fallen, damit Eichen wachsen
Zwischenüberschrift:
Die Eichenallee am Gut Honeburg wird wieder ergänzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Manchmal sind Förster auch Landschaftsgestalter: Damit die Zufahrt zum Gut Honeburg wieder eine richtige vollständige Eichenallee wird, haben sie in dieser Woche die Säge angelegt. Etwa 30 Pappeln müssen fallen.
" Ein Provisorium als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs" nennt Bezirksförster Wolfram Niebaus aus Rulle die Hybridpappeln, die irgendwann einmal zu Anfang der 50er Jahre am Honeburger Weg gepflanzt worden sind: Vermutlich wegen der benachbarten Winckelhausen-Kaserne auf der Netter Heide und des Hafen-Geländes fielen auch am Südhang des Piesberges einige Landminen und Sprengbomben.
Ergebnis: In die Eichenallee am Honeburger Weg wurden mehrere Lücken gerissen. Und diese Lücken ließen sich am einfachsten eben mit den schnell wachsenden Pappeln schließen.
Nun allerdings hatten die Pappeln die Kronen der nebenstehenden wohl 200 Jahre alten Stieleichen überwachsen - und sie waren zudem in ein Alter gekommen, wo kein nennenswerter Zuwachs der Bäume mehr zu verzeichnen ist. " Die Bäume waren hiebreif", so noch einmal Förster Niehaus, " aber das Holz bringt keinen großen Ertrag. Es wird als Industrieholz verkauft." Voraussichtlich deckt den Verkauf noch nicht einmal die Kosten, berichtete er gestern weiter, weil der nebenliegende Acker am Ende vollständig vom Kronenholz geräumt werden müsse. Andererseits habe der Eigentümer von Gut Honeburg, Dominik Freiherr Ostman von der Leye, nun grünes Licht für die Aktion gegeben - aus landschaftspflegerischen Gründen und um die Vorgabe des geltenden Bebauungsplans für das umliegende Gewerbegebiet (auf dem vor Jahren einmal ein Güterverkehrszentrum skizziert wurde, das nie zu Stande kam) einzulösen.
Getreu dem alten Schema für die Zufahrt zu der alten Wasserburg-Anlage der Honeburg würden noch in diesem Jahr wieder Stieleichen nachgepflanzt, kündigte Bezirksförster Niehaus an. " Das geht nur bei größeren Lücken", erläuterte er: " Ein Einzelbaum kommt unter den Kronen nicht hoch." Deshalb werden diese Jungbäume gegeneinander versetzt und neben den Stubben der alten Pappeln in die Erde gesetzt.

Bildunterschrift:
WO PAPPELN STANDEN, sollen Eichen wachsen: Die Allee zum Gut Honeburg bekommt ihr altes Gesicht zurück. Foto: Westdörp
Autor:
fhv


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