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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
CDU: Familien wollen bauen
Zwischenüberschrift:
NABU: Grüner Finger brutal amputiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dodesheide (Eb.) " Die Planung eines hochwertigen Baugebiets für 400 neue Eigenheime im Süden der Dodesheide entspricht dem Wunsch vieler Familien", heißt es in einer Pressemitteilung der Osnabrücker CDU. Ganz anders der Naturschutzbund Osnabrück (NABU): Mit dieser Planung werde einer der größten " grünen Finger" im Stadtgebiet " brutal amputiert".
Der CDU-Vorsitzende Burkhard Jasper sieht in dem geplanten Wohngebiet ein " Projekt für die Zukunft und das Wachstum der Stadt Osnabrück". Auch die CDU messe dem Landschaftsschutz große Bedeutung zu, jedoch in Abwägung zu dem für Osnabrück möglichen Nutzen. Würden die Grünflächen außerhalb der Stadt bebaut, wären die Folgen für die Umwelt die gleichen.
Die jahrelange Politik von SPD und Grünen habe zu Fehlentwicklungen geführt, denen durch die Schaffung des neuen Wohngebiets entgegenwirkt werden könne. Der Stadtteil werde dadurch verjüngt und neu belebt, und auch die Wirtschaft der Region könne profitieren. " Wer den Menschen das eigene Haus nicht gönnt, soll es nur sagen", fasst Jasper zusammen.
Mit vehementer Ablehnung meldet sich dagegen der Naturschutzbund (NABU) zu Wort. " Hier werden sämtliche Fachgutachten ignoriert", erklärt Andreas Eickhorst, der 1. Vorsitzende des NABU Osnabrück. Ein Klimagutachten habe dem Planbereich eine entscheidende Rolle für die Kaltluftproduktion bescheinigt. Des Weiteren habe die überplante Fläche eine besonders hohe Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. In den letzten Jahren seien im Plangebiet bedrohte Arten wie der Kiebitz mit vier bis fünf Brutpaaren, der Eisvogel, der Grünspecht und die Feldlerche nachgewiesen.
" Bisher hat man sich in Osnabrück immer mit dem System der grünen Finger gebrüstet. Mit diesem Vorhaben wird das Ganze ad absurdum geführt", so Elckhorst weiter. Stattdessen sollte man lieber Wohn- und Gewerbegebietsausweisungen über Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus im Verbund planen.
Autor:
Eb.


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