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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Fische kehren in den Huxmühlenbach zurück
Zwischenüberschrift:
Vor einem Jahr löschte eine Panne das Leben in dem Fließgewässer aus - Wasserqualität jetzt besser als vorher
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Es wird wieder Leben im Huxmühlenbach geben. Damit rechnen jedenfalls die Experten. Eine Bestandsaufnahme nach der Verunreinigung des Fließgewässers im vergangenen Jahr hat es allerdings noch nicht gegeben.

" Ich gehe davon aus, dass die Wasserqualität besser ist als vor dem Unfall", sagt der Gewässerökologe Friedrich Hehmann. Er hat im vergangenen Jahr ein Gutachten über das Fischsterben im Huxmühlenbach gemacht, nachdem der durch Schmutzwasser aus einem Abwasserkanal verunreinigt worden war.

" Der Huxmühlenbach war vollständig tot", erklärt Hehmann. Nur 100 Meter vorder Einmündung des Baches in die Hase habe er noch lebende Fische gesehen. Von dort hätten die Tiere vermutlich nach dem Unfall in den benachbarten Fluss ausweichen können.
Friedrich Hehmann nimmt an, dass die Fische aus der Hase und dem Wiesenbach jetzt in den Huxmühlenbach zurückkommen. " Fließgewässer werden schnell wieder . besiedelt", sagt der Ökologe, ein Gutachten nach dem Unfall ist bisher nicht erstellt worden. Erst im kommenden
Frühjahr werde eine Erfolgskontrolle gemacht, wie Ulrich Greiten vom Fachbereich Grün und Umwelt der Stadt mitteilt. " Wenn es Veränderungen gab, sollte man dem Fluss etwas Zeit lassen", begründet Greifen das. Ursache für die Verschmutzung war ein mit Fetten verstopfter Schmutzwasserkanal unter dem Fließgewässer. Die Verstopfung führte dazu, dass Schmutzwasser in den Huxmühlenbach gelangte.
Auch die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen aufgenommen, nachdem das Fischsterben entdeckt worden war. Dabei wurde untersucht, ob der Betreiber einer Kleinkläranlage in der Nähe des Huxmühlenbaches mitverantwortlich für die Verschmutzung war. " Die Kläranlage war nicht die Ursache des Fischsterbens", fasste der ermittelnde Staatsanwalt Robert Lorenz zusammen. Gleichwohl sei festgestellt worden, dass die Anlage veraltet und nicht mehr zeitgemäß sei. Nachdem der Betreiber sich verpflichtet habe, seinen Wasseranschluss an die Abwasserkanalisation der Stadt anzuschließen, sei das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt worden.
Dieter Hübner vom Kanalbau der Stadtwerke ist der Auffassung, dass die Kleinkläranlage mitverantwortlich für das Fischsterben gewesen ist. " Wenn Sie zwei Gläser Bier getrunken haben, von welchem ist Ihnen dann schlecht geworden?" fragt er. Hübner weist darauf hin, dass die Kanalisation unter dem Huxmühlenbach inzwischen erneuert worden sei, " damit ein solches Desaster nicht wieder passiert".

Bildunterschrift:
DAS WASSER IST SAUBERER GEWORDEN: Gewässerökologe Friedrich Hehmann am Huxmühlenbach. Foto: Hermann Pentermann

Autor:
Anne Reinert


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