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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schwarz-gelbe Gefahr auf Terasse und Käsekuchen
Zwischenüberschrift:
Wespen starten zum Luftangriff auf Mensch und Gebäck
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Endlich: Die Sonne scheint, blauer Himmel lädt ein zum Verweilen auf der Terrasse und im Garten - aber halt, was ist das? Kaum stehen Kuchen und Getränke auf dem Tisch, kommt ungebetener Besuch: Wespen versuchen zu teilen, was Mensch nicht zu teilen bereit ist.
Zuhauf fallen die Hautflügler derzeit in Osnabrück und Umgebung über die Menschen her. Das Thema " Wetter" wurde als Spitzenreiter auf den zweiten Platz der Gesprächshitliste hinter das Thema " Wespenplage" verdrängt. Aber kann man schon von einer Plage sprechen? Ewald-Willy Stiene, für die Stadt als Beauftragter im Artenschutz unterwegs und ausgewiesener Fachmann, drückt sich etwas vorsichtiger aus. Gleichwohl bestätigt er, dass derzeit " unendlich viele Wespen unterwegs sind". Der milde Winter sei dafür verantwortlich. " Die begatteten Weibchen haben überlebt und Nester gebaut." So einfach ist das also. Aber was tun, wenn die Plagegeister von Haus und Hof Besitz ergriffen haben? " Auf alle Falle nicht zur Selbsthilfe greifen", rät Stiene. Er eilt den bedrängten zu Hilfe, beseitigt Nester, wo nötig und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit den zum Teil recht aggressiven Flugobjekten. 300 Beratungen hat er bislang durchgeführt, 189-mal war er vor Ort - wohlgemerkt allein in diesem Sommer.
Besonders unangenehm fallen die Deutsche und die Gemeine Wespe auf. Letztere macht ihrem Namen alle Ehre, weil sie auch schon mal aus nichtigem Anlass zusticht. Die latente Aggressivität könne zum Beispiel durch Futterknappheit bedingt sein, sagt Stiene. Gerade für Allergiker werden die gelb-schwarzen Brummer dann zur Gefahr.
Andere Wespenarten, wie zum Beispiel die Hornisse, benehmen sich wesentlich anständiger. Wenn sie sich an nicht für sie gedachten Orten niedergelassen haben, setzt Stiene ihre Nester um. So erfreuen sich derzeit die weitläufigen Wälder des Forstamtes Palstekamp einer ständig wachsenden Wespenpopulation.
Zum guten Schluss: Ein Insekt leidet völlig zu Unrecht unter seiner Ähnlichkeit mit der Gemeinen Wespe - die Schwebfliege. Sie ist völlig ungefährlich und aufgrund ihrer Speisekarte, die auch Blattläuse beinhaltet, ein nützliches Mitglied unserer Fauna. Also, bitte nicht draufhauen.

Bildunterschrift:
DIE HAIN-SCHWEBFLIEGE ist Insekt des Jahres 2004 Foto: ap
Autor:
Dietmar Kröger


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