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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stolze Pflanzen mit Zacken und starken Trieben
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten:
 
Bambusliebe mitten in der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sieben Meter in drei Monaten: Das schafft kein Rhododendron. Ein derartig rasantes Wachstum ist Bambus-Spezialität. Und genau deshalb mögen ihn Brigitte Jung-Wilke und Josef Wilke so sehr.

" Gigantisches Pflanzenwachstum hat mir immer schon Spaß gemacht", erzahlt Brigitte Jung-Wilke. Auf einer Gartenparty vor vielen Jahren hat das Ehepaar zufällig einen Bambus entdeckt und gleich einen Ableger davon mitgenommen. Der daraus gewachsene Riesenbambus hat die beiden seitdem begleitet und wächst heute mehrere Meter hoch in ihrem Stadtgarten an der Meller Straße.

Als der Urvater der Bambussammlung wacht er über mehr als dreißig verwandte Sorten. Längst sind aus den Wilkes Experten auf diesem Gebiet geworden, auf ihrer eigenen Website www.bambus-os.de und in persönlichen Gesprächen vor Ort informieren sie Interessierte über Eigenschaften und Pflege ihrer Lieblingspflanze.

Und an der Grenze zum Nachbargarten steht er: Der Geigensaiten-Bambus, der im Mai ausgetrieben hat und inzwischen sieben Meter hoch ist. " Diese Sorte wurde von der Deutschen Bambus-Gesellschaft zum Bambus des Jahres 2004 ernannt", erzählt Brigitte Jung-Wilke und fügt nicht ohne Stolz hinzu, " unser hier hat einen Halmdurchmesser von vier Zentimetern." Seinen Namen hat dieser Bambus von den grünen saitendünnen Streifen auf den hellen Halmen. Überhaupt, die Halme. Da gibt es schwarze und helle und in Zacken wachsende - hier merkt man schnell, ob man die Vielfalt des Bambus bislang unterschätzt hat.

In diesem Garten wachsen sie in allen Größen, von besagten sieben Metern bis abwärts zum Bodendecker. Es gibt Fargesien, die " horstbildend" wachsen, also eher in die Breite und immer schön zusammen. " Da muss man keine Angst haben", sagt Brigitte Jung-Wilke. Angst ist offenbar eher bei den Riesenbambussen angesagt, den Ihyllostachys, deren starke unterirdische Triebe, die Rhi-zome, auch schon mal durch Pflastersteine wandern. " Wenn man dann im Frühling über den Boden kriecht und die Ausläufer der Phyllostachys rauszieht, weiß man, dass einen das Bambus-Fieber gepackt hat", räumt sie lachend ein. Und diese Arbeit reicht noch nicht mal: Zum Nachbargarten hin hat das Paar eine 80 Zentimeter tiefe Kunststoffsperre in den Boden gebaut - anders kann man unerwünschtem Wachstum kaum beikommen. " Für mich ist das ein schöner Ausgleich zum Beruf", sagt Josef Wilke, " ich bin froh, hier im Garten zu tun zu haben." Er kommt ins Schwärmen, wenn er von seinen Pflanzen redet: " Ihre Schönheit entfaltet sich besonders in der Sonne", sagt er. Dann leuchten die verschiedenen Grüntöne der Blätter, und bei jedem Luftzug raschelt es heimelig in allen Ecken.

Wer sich diesen Garten im Rahmen der Aktion " Das offene Gartentor" selbst ansehen möchte, kann ab dem 16. August unter Tel. 7501530 einen Termin ausmachen.

Bildunterschrift:

RASCHELN UND LEUCHTEN: Brigitte Jung-Wilke und Josef Wilke lieben ihren Riesenbambus, auch
Autor:
Anne Diekhoff


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