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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Behindertenfreundlich erst ab 2007
Zwischenüberschrift:
Umbau des Hauptbahnhofs nach Kürzung der Fördermittel verschoben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Pläne liegen bereits in der Schublade - doch erst im Jahr 2007 kann mit dem Bau von Personenaufzügen im Osnabrücker Hauptbahnhof begonnen werden. Bis dahin sind in ihrer Mobilität eingeschränkte Reisende weiterhin auf fremde Hilfe angewiesen, um von der Bahnhofshalle zum Bahnsteig zu gelangen.

Von dieser misslichen Situation weiß nicht nur Petra Mathiske ein Lied zu singen. Die Vorsitzende des Osnabrücker Behindertenforums besitzt glücklicherweise ein rollstuhlgerecht umgebautes Auto. " Wenn ich regelmäßig auf die Bahn angewiesen wäre, würde sich meine Mobilität erheblich verringern", stellt die Rollstuhlfahrerin fest. Wer wie sie körperlich

nicht dazu in der Lage ist, über Treppen zu den Bahnsteigen zu gelangen, muss sich grundsätzlich vor jeder geplanten Bahnfahrt in einer angemessenen Frist bei der Bahn anmelden, um über Lastenaufzüge zu den Gleisen geleitet zu werden.

" Eine spontane Bahnreise ist unter diesen Umständen nur selten möglich", kritisierte Petra Mathiske. Dies trifft vor allem für die späten Abendstunden zu. Nach 23 Uhr steht kein Bahnmitarbeiter mehr zur Verfügung, um die Lastenaufzüge bedienen zu können.

Hermann Bollmann würde hier am liebsten sofort Abhilfe schaffen. Doch dem Bahnhofsmanager sind die Hände gebunden. " Eigentlich sollte schon im letzten Jahr etwas passieren, doch die Fördermittel des Bundes für geplante Bahnhofsumbauten sind um 50 Prozent reduziert worden", beklagt er. Problematisch ist auch die komplizierte bauliche Konstruktion des Kreuzungsbahnhofs. Die Schienenwege verlaufen auf verschiedenen Ebenen, und der Durchgang zu den Gleisen ist sehr eng.

Die ursprünglichen Pläne sahen deshalb einen verhältnismäßig hohen Kostenaufwand von knapp 3 Millionen Euro für den Bau von Aufzügen vor. Zu viel, um auf absehbare Zeit auch umgesetzt zu werden. Nun ist eine kostengünstigere Lösung gefunden. Parallel zu den Treppenaufgängen zu den Gleisen l bis 5 sollen drei Aufzüge mit einer Breite von je 1, 65 Meter in die Wände eingebaut werden. Wer zu den Gleisen 11 bis 14 gelangen möchte, muss von Gleis 1 aus zwei weitere Aufzüge benutzen, die die bisherigen Lasten-fahrstühle ersetzen werden. Im Zuge der Umbauten sollen auch die Treppenaufgänge für Blinde und Sehbehinderte freundlicher gestaltet werden, l, 8 Millionen Euro wird der Umbau verschlingen, den der Bund auf Grundlage des Bundesschienenwegeaus-baugesetzes finanziert.

Es tut sich also etwas im Hauptbahnhof - aber warum erst in zwei Jahren? Bahnhofsmanager Bollmann verweist darauf, dass die knappen Geldmittel zuerst für Bahnhöfe eingesetzt werden, die mit geplanten Umbauten schon länger auf der Warteliste stehen. Petra Mathiske und andere Betroffene müssen also noch Geduld bewahren, bis sie endlich barrierefrei zum Bahnsteig gelangen können.

Bildunterschrift:

OHNE FREMDE HILFE sind die Gleise unerreichbar. Bahnhofsmanager Hermann Bollmann informiert Petra Mathiske über den geplanten Einbau von Personenaufzügen. Foto: Detlef Heese
Autor:
wg


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