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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zeitreise an der Hasemauer
Zwischenüberschrift:
Die armen Leute bauten ihre Häuser direkt an der Stadtmauer
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:

Bildunterschriften
DIREKT AN DER STADTMAUER sind diese Häuser an der Hasemauer gebaut worden, die Rudolf Lichtenberg hat. Rechts zweigt die Straße Klingensberg ab.

GEWISSE ÄHNLICHKEITEN sind geblieben: Die Häuser an der Straßenecke Hasemauer / Klingensberg sind zwar höher als vor 75 Jahren, aber es gibt Wiedererkennungseffekte.

In Osnabrück wurde die mittelalterliche Stadtbefestigung 1871 abgerissen - aber die Spuren davon lassen sich heute noch erahnen.
60 Jahre bevor Rudolf Lichtenberg die Häuser an der Hasemauer fotografierte, ist die Stadtmauer abgerissen worden. Und dennoch hängt der bescheidene und einfache Eindruck, den die Gebäude vermitteln, noch immer untrennbar mit Ihr zusammen.

Die Aufnahme, die um 1930 entstanden ist, zeigt die Hasemauer an der Ecke Klingensberg. Dieser Winkel befand sich ursprünglich, ebenso wie die Rolandsmauer und die Bocksmauer, unmittelbar hinter der Stadtbefestigung. In fast allen mittelalterlichen Städten lebten an den Stadtmauern die weniger betuchten Bürger. Herausragende Bauten waren an solchen Stellen die Ausnahme. Häufig wurden Häuser sogar direkt an die Mauern angebaut, um den knapp bemessenen Platz innerhalb des Befestigungsrings optimal auszunutzen.

Vom Verbot solcher Provisorien ließen sich in ihrer Not nur wenige beeindrucken. Am linken Bildrand ist ein Armenhaus zu erkennen - auch das gab es häufiger im Schatten der Stadtmauern. So beherbergte das lang gezogene Gebäude an der Bocksmauer, in dem sich heute das Haus der Jugend befindet, früher ebenfalls ein Armenhaus.

Die mittelalterliche Enge der Städte führte fast überall zur Niederlegung der Stadtmauern. In Osnabrück wurden 1871 die Mauern und Wallanlagen abgerissen und die Gräben eingeebnet. Damit wurde sichtbar, wie einfach die Häuser gebaut waren. So handelt es sich auch bei dem Haus am rechten Bildrand und dem Eckhaus um bescheidene Fachwerkhäuser alter Osnabrücker Art. Eine Ladeluke lässt erkennen, dass sich dahinter Lagerböden befanden.

Die Aufnahme, die um 1930 entstanden ist, zeigt die Hasemauer an der Ecke Klingensberg. Dieser Winkel befand sich ursprünglich, ebenso wie die Rolandsmauer und die Bocksmauer, unmittelbar hinter der Stadtbefestigung. In fast allen mittelalterlichen Städten lebten an den Stadtmauern die weniger betuchten Bürger. Herausragende Bauten waren an solchen Stellen die Ausnahme. Häufig wurden Häuser sogar direkt an die Mauern angebaut, um den knapp bemessenen Platz innerhalb des Befestigungsrings optimal auszunutzen.

Vom Verbot solcher Provisorien ließen sich in ihrer Not nur wenige beeindrucken. Am linken Bildrand ist ein Armenhaus zu erkennen - auch das gab es häufiger im Schatten der Stadtmauern. So beherbergte das lang gezogene Gebäude an der Bocksmauer, in dem sich heute das Haus der Jugend befindet, früher ebenfalls ein Armenhaus.

Die mittelalterliche Enge der Städte führte fast überall zur Niederlegung der Stadtmauern. In Osnabrück wurden 1871 die Mauern und Wallanlagen abgerissen und die Gräben eingeebnet. Damit wurde sichtbar, wie einfach die Häuser gebaut waren. So handelt es sich auch bei dem Haus am rechten Bildrand und dem Eckhaus um bescheidene Fachwerkhäuser alter Osnabrücker Art. Eine Ladeluke lässt erkennen, dass sich dahinter Lagerböden befanden.

Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Relikten ist die Pflasterung der Straßen mit Piesberger Stein ein Zeichen enormen Fortschritts. Vorher hatten die Stadtbewohner oftmals durch die Schmöttke waten müssen. Beim Anblick der heutigen Häuser fällt auf, dass charakteristische Elemente wie die Walmdächer übernommen wurden, so dass es immerhin Wiedererkennungseffekte gegenüber dem Foto von 1930 gibt.
Autor:
eme


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