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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Merian": Glücksfall oder zu risikoreich?
Zwischenüberschrift:
Sonderheft über das Osnabrücker Land geplant- Spiering: Finanzierung nicht gesichert
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück (al) Ein Sonderheft der renommierten " Merian"- Reihe über das Osnabrücker Land? " Eine solche Chance sollte man sich nicht entgehen lassen", meinte jetzt die Mehrheit des Kreisausschusses und fasste den Beschluss, gemeinsam mit der Stadt Osnabrück das Vorhaben zu realisieren. " Alles schön und gut, aber zu riskant", meint SPD-Kreistags-fraktionschef Rainer Spiering.

Der Sozialdemokrat scherte deswegen auch aus und votierte gegen die " Merian"- Pläne. Warum? " Es geht hier um sehr viel Geld, und die Finanzierung ist nicht gesichert." Die Kosten für das Vorhaben bewegten sich sehr deutlich im sechsstelligen Bereich, wovon ein Großteil durch die " schlagkräftige Wirtschaft" aus Stadt und Land aufgebracht werden solle. Spiering: " Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass der Plan so aufgeht." Und ein Scheitern dieses Plans hätte zur Folge, dass die einkalkulierten Werbeeinnahmen vom Landkreis und von der Stadt zu tragen seien. " Das können wir uns in der jetzigen Situation schlichtweg nicht leisten." Auf der einen Seite würden zum Beispiel den Sportvereinen des Landkreises die Zuschüsse gekürzt, und auf der anderen Seite lasse sich der Landkreis auf " solche finanziellen Risiken" ein, " das passt nicht zusammen".

" Ich sehe kein finanzielles Risiko", hält CDU-Fraktionschef Georg Schirmbeck dagegen, " ich gehe davon aus, dass wir dieses Heft mittels Sponsoring hinbekommen." Immerhin seien Landkreis und Stadt von der Wirtschaft selbst auf die Möglichkeit der Realisierung eines solchen Heftes aufmerksam gemacht worden. Mithilfe von Landrat Hugo und Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip werde die Wirtschaft dann auch mitziehen. Kurz:" Das ist doch bestes Marketing für das Osnabrücker Land."

Ähnlich beurteilen die Kreisausschuss-Mitglieder Dr. Joachim Lücht (Bündnis 90/ Die Grünen) und Werner Korfhage (FDP) die Situation: " Merian ist ein Glücksfall." Das finanzielle Restrisiko sei doch sehr minimal. " Im Verhältnis zu dem, was wir sonst so ausgeben, ist das sogar eine Marginalie", meint Lücht.

Bleibt noch die städtische Meinung. Da braucht Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen nicht lange nachdenken: " Ein seriöseres Magazin gibt es eigentlich nicht. Gute Autoren, tolle Fotografen. Ein Magazin, das leichtfüßig zu lesen ist." Beim " Merian" handele es sich um den Klassiker unter den monatlich erscheinenden Reisemagazinen, " ein solches Angebot darf man nicht an sich vorbeigehen lassen". Stadt und Landkreis könnten sich glücklich schätzen, überhaupt wahrgenommen worden zu sein " von einem Verlag, der sich sonst mit New York oder Paris beschäftigt". Nach Meinung von Jürgensen ist das finanzielle Risiko kalkulierbar, die heimische Wirtschaft werde es ebenfalls als " Glücksfall" bewerten, sich im " Merian" präsentieren zu können.

Kommentar: Ziel verfehlt

Von Stefan Alberti

Gute Oppositionsarbeit im Kreistag ist wichtig und elementar für die Meinungsbildung. Im Fall " Merian" schießen SPD-Fraktionschef Rainer Spiering und Co. jedoch übers Ziel hinaus. Gewiss, ein finanzielles Restrisiko ist nicht von der Hand zu weisen. Die Argumente, dass das geplante Sonderheft über das Osnabrücker Land erfolgreich vermarktet werden kann, sind absolut stichhaltig. Und immerhin ist das geplante Werk nicht irgendeine Broschüre.
Autor:
al


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