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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Großer Stadtteil mit viel Grün zwischendrin
Zwischenüberschrift:
Die rollende Redaktion in Darum-Gretesch-Lüstringen:
 
Aber lange Wege bringen viel Verkehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lüstringen (fhv/ jop)
Die Lebensqualität in ihrem Stadtteil ist offensichtlich sehr gut, denn die Lüstringer sind zufrieden. Es gibt genügend Sportangebote, Kindertagesstätten und eine Schule im Ort, Lediglich über die hohe Verkehrsbelastung wird geklagt. Das ist der Tenor bei unsrem gestrigen Besuch der " rollenden Redaktion" in Lüstringen.

Nieselregen im November, da geht eigentlich niemand gern aus dem Haus. Nicht so In Lüstringen: Etliche Neue-OZ-Leser hatten sich eigens zum Supermarkt an der Mindener Straße aufgemacht, um dort den " Till" zu treffen. Und Inhaber Albert Kallmeyer servierte dem Redaktions-Team sogar eine kleine Stärkung zwischendurch.

Darum, Gretesch und Lüstringen, das ist Osnabrücks größter Ortsteil mit viel grün zwischendrin. Andererseits sind deshalb hier die Wege etwas länger als anderswo und der Verkehr entsprechend heftig. Sei es die Mindener Straße an der Kreuzung Stadtweg, wo eine Fußgängerampel an der Bushaltestelle vermisst wird, oder der Schledehauser Weg, wo zu viel " gerast" wird: Klagen über Autos und Busse gab es häufig. Und die Öffnungszeiten der Grün- und Abfallcontainer werden In Lüstringen ebenso kritisiert wie in den anderen Ortstellen.

Hier noch eine Auswahl der Einzelstimmen: Iris Hone: Die Kindertagesstätte am Felsenweg bekommt demnächst das Essen fertig angeliefert. Das ist schade, weil die jetzige Köchin doch sehr engagiert ist, alles frisch auf den Teller kommt und es den Kindern dadurch auch viel besser schmeckt.

Dietrich Pohl: Die Sandforter Straße ist seit Jahren nicht richtig ausgebaut worden. Die Autos fahren durch riesige Pfützen und spritzen die Fußgänger dreckig. Und im Dunkeln brechen wir uns die Beine.

Marion Menzel: Rücksichtslose Autofahrer parken auf den Gehwegen. Mit dem Kinderwagen kommt man da nicht mehr durch und muss auf die Fahrbahn ausweichen, das ist aber lästig und auch gefährlich. Früher hatten wir einen Polizisten im Ort, der kümmerte sich auch um solche Sachen.

Bildunterschriften:
MIT " TILL" UNTERWEGS: Johanna Putty und Frank Henrichvark als rollende Redaktion in Lüstringen.

FÜNF STRASSEN UND EINE BAHNLINIE kreuzen sich an der Mindener Strafte und der Einmündung des Stadtwegs. Dementsprechend unübersichtlich und gefährlich ist diese Kreuzung in Lüstringen.Fotos: Jörn Martens

RIESIGE PFÜTZEN UND SCHMALE GEHSTEIGE: Ein Problemfail ist er Zustand der Sandforter Straße.

Sandra Fischer-Rüterbories:

Auf dem Schledehauser Weg ist zum Teil Tempo 30 vorgeschrieben, aber die Busse halten sich nicht dran. Dabei müssen sie gerade an der Grundschule und am Kindergarten vorsichtig sein. Hans Lütge: Die Bauerschaft Darum wird im Ortsrat nicht genügend berücksichtigt. Am besten sollte man den Ortsrat ganz abschaffen. Cornelia Wohlfahrt: In Lüstringen lässt es sich gut leben. Nur die Durchfahrts-Straße ist nicht so schön. Gerade vorne an der Sparkasse wird es manchmal heikel. Wenn die Schicht bei Schoeller vorbei ist und der fließende Verkehr auf die vielen parkenden Autos trifft, geht' s hier oft nur noch stoßweise voran.

Hedwig Szczygiel: Wir wohnen an der Streetballanlage an der Sandforter Straße, direkt vorm Lüstringer Bahnhof. Durch das Aufducksen der Bälle sind wir nervlich bald am Ende. Die Anlage wird größtenteils von jungen Erwachsenen bespielt, deren Autoscheinwerfer auch nachts direkt in unsere Fenster leuchten.

Dieter Raube: Die 30-Zone im Wohngebiet Gretescher Turm wird permanent missachtet. Viele Autofahrer wählen diese Strecke, um die Ampel an der Sportanlage zu umgehen. Angesichts der vielen Kinder, die hier wohnen, müsste dringend etwas geschehen.

Dr. Reinhard Loxtermann: Im letzten Jahr haben wir im Stadtteil das große Jubiläum 750 Jahre Darum-Gretesch-Lüstringen begangen. Es war beeindruckend, wie gut dabei viele Vereine, Gewerbetreibende und Bürger mitgezogen haben. Im Frühjahr 2005 wird der Bürgerverein das Fest deshalb in kleiner Form wiederholen.

Hubert Recker: Ich ärgere mich immer wieder über den vielen Müll in den Gräben und an den Böschungen. Da werden Flaschen und Tüten einfach aus dem Auto geschmissen und gammeln Monate vor sich hin. Werner Meckfessel: In Lüstringen-Ost sind seit langem Geschwindigkeitsmessungen fällig. Ich habe mir extra schon Schallschutzscheiben einbauen lassen, weil hier wahnsinnig gerast wird und viele an der Ampel noch einmal richtig Stoff gegeben. Aber man kann deshalb ruhig ins Stadthaus gehen.da werden die Ohren auf Durchzug gestellt. Petra Kohl: Ich ärgere mich immer wieder über Maßnahmen, die unnütze Kosten verursachen. Da fällt mir zum Beispiel das Pflanzen neuer Bäume an der Mindener Straße ein. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen ist Lüstringen doch grün genug. Auch der geplante Straßenausbau zur Verlegung der Hase-Ems-Tour von der Lassallestraße zum Königsfeld ist Schwachsinn. Statt solch unnötiger Aktionen sollte man versuchen, die Verkehrstüchtigkeit mit einfachen Mitteln herzustellen und das Geld für soziale Projekte einzusetzen.
Autor:
fhv, jop


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