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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Weiter in den Steinen rumpicken
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Ein fünfköpfiges Team aus Eversburg drehte einen Film über den Piesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weiter in den Steinen rumpicken

Ein fünfköpfiges Team aus Eversburg drehte einen Film über den Piesberg

Eversburg (mlb) Mülldeponie, Steinbruch, Windpark - der Piesberg ist kein Berg wie jeder andere. Was alles an und in ihm zu sehen ist, zeigt der Film " Der lebende Berg", der jetzt im Jugendzentrum Westwerk präsentiert wurde.

Heinrich Obermeyer steht im Mittelpunkt des Films. Vor fast 50 Jahren begann er im Steinbruch. Entsprechend viel weiß er über den Berg und seine Geschichte. Schon während seiner Kindheit in Wallenhorst hörte er die Sprengungen zum Abbau des Gesteins am Piesberg. Und natürlich immer wieder die Sirene, die zu Arbeitsbeginn, Pausen und Feierabend heulte. Nach Jahren harter Arbeit im Steinbruch kann er sich nicht mehr vorstellen, den Piesberg jemals aus seinem täglichen Leben zu streichen: " In den Steinen rumpicken werde ich auch als Rentner", meint er. Die Erzählungen von Heinrich Obermeyer, zu dem der Film immer wieder zurückkehrt, sind Ausgangspunkt zahlreicher thematischer Einschübe. So erfährt der Zuschauer etwas über den Steinabbau, die Geschichte des Piesberger Gesellschaftshauses, die Anfänge des Museums Industriekultur, die Mülldeponie und natürlich die Bundesgartenschau, die 2015 auf dem Berg ihre Pforten öffnen soll. Nicht vergessen wird die Bedeutung des Berges für den Stadtteil Eversburg, wie es Heinrich Obermeyer im Film auf den Punkt bringt: " Eversburg wäre ohne den Piesberg nicht denkbar gewesen." Die Kolonien der Bergarbeiter prägten lange Zeit den Stadtteil.

Hinter dem Film steckt eine fünfköpfige Gruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Marchal. Der Film ist das zweite Projekt des pensionierten Medienwissenschaftlers im Rahmen des Angebots " e-movie" von Volkshochschule und Medienzentrum. Gedreht wurde im Oktober des letzten Jahres. " Der Film war für das Team eine Reise ins Ungewisse", erläutert Marchal die Begegnungen mit dem Piesberg, " Wir sind mit der Spürnase vorgegangen und weniger geplant." Beim Publikum kam das gut an, wie der Applaus für den Film zeigte. Zur Vorführung eingeladen hatte der Verein " Brücken bauen in Eversburg", der sich dem solidarischen Miteinander von jungen und alten Bewohnern des Stadtteils widmet.

VON ALLEN SEITEN kennt Heinrich Obermeyer den Piesberg. Im Film erzählt er aus seinem Arbeitsleben. Foto. Eymont Seiler
Autor:
mlb


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