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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Wer weist den direkten Weg in das Möbelhaus?
Zwischenüberschrift:
Ikea möchte einen Turm und Schilder an der Autobahn - Die Entscheidung der Behörden steht noch aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer weist den direkten Weg in das Möbelparadies?

Ikea möchte einen Turm und Schilder an der Autobahn - Die Entscheidung der Behörden steht noch aus

Von Dietmar Kröger

Osnabrück

Im Herbst 2005 will Ikea vor den Toren Osnabrücks öffnen. Allen Beteiligten ist daran gelegen, den Suchverkehr in Grenzen zu halten, mithin den Kunden den direkten Weg ins Möbelparadies zu weisen. Über die Art der Ausschilderung gibt es nach wie vor unterschiedliche Auffassungen.

Der schwedische Möbelriese sinnt auf die lange Lösung. Die heißt neudeutsch " sign tower" und ist ein 52 Meter hohes Stahlgerüst mit dem Firmenschriftzug an der Spitze. Weithin sichtbar soll er sein, aus allen vier Himmelsrichtungen, aus denen die Kunden via Autobahn anreisen können.

Keine optimale Lösung für die Stadt, wenngleich der Umweltausschuss, wie dessen Vorsitzender Björn Meyer bestätigt, keine Bedenken gegen einen solchen Mast hat. Für die Verwaltung kommt der Werbeturm auch infrage, ist aber nur eine von drei Möglichkeiten und davon nicht die beste. Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau: " Das ist nach unserer Meinung die ungünstigste Lösung, da man den Turm nicht aus jeder Richtung gut sehen kann." Optimal wäre eine Beschilderung direkt an der Autobahn, so Schürings.

Das aber lehnen die zuständigen Straßenbauämter ab. Eine andere als die Autobahnbeschilderung ist weder an niedersächsiscnen noch an nordrhein-westfälischen Autobahnen zugelassen. Zu gefährlich sei ein Schilderwald, argumentiert der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Hamm. Befürchtet wird, dass mit der ersten Genehmigung alle Hemmungen fallen und zahllose Betriebe vorstellig werden, um an den Fernverkehrsstrecken auf sich aufmerksam zu machen.

Und auch eine Beschilderung im Abstand zwischen 40 und 100 Metern zur Leitplanke - der Bereich bis zu 40 Metern ist ohnehin tabu - wird mit ähnlichen Argumenten abgelehnt. " Das war in der bisherigen Rechtsprechung nicht genehmigungsfähig", heißt es in Hamm.

Niedersachsen zeigt sich da, zumindest auf unterer Behördenebene, flexibler. Ikea habe beantragt, im Bereich zwischen 40 und 100 Metern Schilder vor den Anschlussstellen Hellern (aus Richtung Osten kommend) und Hasbergen / Gaste aufstellen zu dürfen, so der Leiter des niedersächsischen Straßenbauamtes in Osnabrück, Cord Lüesse. " Wir haben diesen Antrag unterstützt", sagt Lüesse.

Das Schreiben liegt nun beim Wirtschaftsministerium in Hannover, wo das endgültige Urteil gesprochen wird - zumindest über die Beschilderung an der Abfahrt Hellern, die im Übrigen auf die nächste Abfahrt verweisen soll.

Ein Problem aber bleibt: Auf Grund der mäandernden Landesgrenze muss das Gaster Schild (aus Richtung Westen kommend) auf nord-rheinwestfälischem Hoheitsgebiet stehen. Und hier steht ein positiver Bescheid noch aus.

IKEA BEVORZUGT DIE LANGE LÖSUNG, den Turm mit Firmenschild, wie auf dieser Fotomontage dargestellt ist.
Autor:
Dietmar Kröger


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