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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Man könnte im Piesberg Karl-May-Filme drehen"
Zwischenüberschrift:
Die BUGA 2015: Ursula-Schüler fragen Fritz Brickwedde
Artikel:
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Originaltext:
" Man könnte im Piesberg Karl-May-Filme drehen"

Die Buga 2015: Ursula-Schüler fragen Fritz Brickwedde

Osnabrück

In einem Interview mit Schülerinnen der Klasse 8b der Ursulaschule nahm der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr.Fritz Brickwedde, zu dem Projekt der Bundesgartenschau 2015 in Osnabrück Stellung.

Welche Ziele verfolgt die Bundesumweltstiftung mit der Unterstützung der BUGA 2015 in Osnabrück? Brickwedde: Es geht darum, vielen hunderttausend Besuchern der Buga Umweltschutz-Themen nahe zu bringen. Es handelt sich dabei um Zielgruppen, die wir durch andere Instrumente der Umweltbildung nicht oder nicht hinreichend erreichen können. Die DBU hat deshalb auch schon Projekte bei der Buga in Cottbus oder Potsdam gefördert und wird sich auch in München 2005 und Gera 2007 engagieren.

Wer oder was gab den Anstoß für dieses Projekt in Osnabrück?

Brickwedde: Der Piesberg ist den meisten nur als Mülldeponie bekannt. Diese wird aber demnächst ihr Ende finden. Dann stellt der Piesberg ein einzigartiges Areal der Umweltinformationsvermittlung dar. Das gab den Anstoß für die Buga-Idee in Osnabrück.

Worin wird das Besondere der Osnabrücker Buga liegen, durch das diese sich von früheren Bundesgartenschauen unterscheiden wird? Brickwedde: Die Steinbrüche des Piesberges unterscheiden sich total von früheren Gartenschauen und sind höchst attraktiv. Man hätte dort die Karl-May-Filme drehen können. Sie geben uns erdgeschichtliche Informationen, zeugen auch von Rohstoffgewinnung und Industriegeschichte und stellen ein faszinierendes Naturerlebnis dar. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns bereits auch an einem Rad-Wander-Weg und einer Aussichtsplattform auf dem Piesberg sowie an Projekten im Industriemuseum am Piesberg beteiligt.

Glauben Sie, dass angesichts der sehr schlechten Haushaltslage in Stadt, Land und Bund das finanzielle Risiko der Buga 2015 vertretbar ist? Brickwedde: Natürlich müssen die Kosten der Buga noch einmal kritisch geprüft werden in Hinblick auf Reduktionspotenziale: Wichtig ist auch ein tragfähiges wirtschaftliches Nachfolgekonzept. Hinzu kommt eine frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung an der Projektentwicklung. Die Kosten müssen wir auf viele Schultern verteilen: Am wichtigsten sind viele Besucher. Stadt, Landkreis, Gemeinde Wallenhorst, Land, Bund und EU sollten sich ebenso beteiligen wie die Wirtschaft, Fördervereine und Stiftungen. Wir sind dazu jedenfalls bereit. An der Buga in Cottbus haben wir uns mit ca. 2, an der Expo in Hannover mit über 10 Millionen Euro beteiligt. Irgendwo dazwischen wird unser Engagement für die Buga in Osnabrück liegen.

Worin wird Ihrer Meinung nach langfristig der größte Nutzen der Buga 2015 für die Osnabrücker Region liegen? Brickwedde: Eine Nachnutzung für den Piesberg nach dem Ende der Deponie und eine Rückführung des Rohstoffabbaues müssen ohnehin erfolgen. Nachdem die Anwohner jahrzehntelang Lärm- und Geruchsemissionen ertragen haben, sollen sie nun Nachbar des attraktivsten Grünstandortes werden. Der größte Nutzen für Osnabrück und das Osnabrück Land liegt aber an deri nachhaltigen Aufwertung des Standortes in Deutschland und den Niederlanden sowie einer großen Attraktivitätssteigerung.

DER PIESBERG werde eine einzigartige Kulisse für die Bundesgartenschau bieten, sagt Fritz Brickwedde. Foto: Archiv

FRITZ BRICKWEDDE, Generalsekretär der Umweltstiftung


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