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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Viel Grün und Freizeitmöglichkeiten
 
Vom "roten Viertel" zum gefragten Wohngebiet
Zwischenüberschrift:
Aus der Nähe betrachtet: Der Stadtteil Sonnenhügel
 
Beliebtes Wohngebiet zwischen Netteaue, Hase und dem Bürgerpark
 
Was ist das Besondere am Sonnenhügel?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus der Nähe betrachtet: Der Stadtteil Sonnenhügel

Viel Grün und Freizeitmöglichkeiten

Beliebtes Wohngebiet zwischen Netteaue, Hase und dem Bürgerpark

Von Sven Lampe

Sonnenhügel

Eingerahmt vom Bürgerpark, der Langen Wand sowie Nette und Hase, hat sich das ehemalige Arbeiterviertel zwischen Haste, Dodesheide und Gartlage zu einem beliebten Wohngebiet gemausert.

In mehreren Bereichen des Sonnenhügels erhielten in den ersten drei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts bevorzugt sozial schwache Familien die Chance, sich eigene Häuser mit Garten zu schaffen.

Zusätzlich zum 1878 eröffneten Bürgerpark bietet das Quartier zwischen KME-Gelände und der Nette zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für alle Jahreszeiten und alle Altersgruppen. Neben der Eissporthalle und dem Mountainbike-Parcours auf der einen Seite der Vehrter Landstraße lockt seit mehr als 30 Jahren - mit Unterbrechungen - das Nettebad die " Wasserratten" an. Nach längerer Umbauphase soll das erstmals 1973 eröffnete und derzeit für rund 23 Millionen Euro runderneuerte Bad Ende dieses Jahres wieder in Betrieb gehen.

Ebenfalls für eine Weile außer Betrieb war das Mitte der 70er Jahre an der Knollstraße eingerichtete Schulzentrum Sebastopol. Am Ossensamstag 2001 entstand bei einem Großbrand hoher Schaden. Fast genau zwei Jahre dauerte es, bis auch die letzten Schüler in ihre neuen Klassenräume im modernsten Schulzentrum der Stadt einziehen konnten.

Zusammen mit dem Johannisfriedhof entstand 1808 auf Geheiß der französischen Verwaltung an der Bramscher Straße der Hasefriedhof als erster Friedhof außerhalb der Stadtmauern. Fast 200 Jahre lang fanden dort nicht nur zahlreiche prominente Osnabrücker ihre letzte Ruhestätte. Neben dem langjährigen Bürgermeister Johann Carl Bertram Stüve und den Eltern des Mailied-Komponisten Justus Wilhelm Lyra erinnert ein Grabmal auch an die neun Bergleute, die 1891 bei einem Unglück im Stüve-Schacht des Piesberges ihr Leben ließen. Nachdem die Kapazität des Friedhofes erschöpft war und 1995 die letzte Urne beigesetzt wurde, wird der Friedhof im kommenden Jahr entwidmet und zu einer Grünfläche umgestaltet.

Was ist das Besondere am Sonnenhügel?

Vom " roten Viertel" zum gefragten Wohngebiet

In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts genoss der Sonnenhügel keinen besonders guten Ruf. " Rotes Viertel", erinnert sich Walter Neuber, nannten viele Osnabrücker den von sozialem Wohnungsbau geprägten Stadtteil. Seitdem hat sich eine Menge getan. Heute zähle der Sonnenhügel zu den bevorzugten Wohngebieten, so der " waschechte" Sonnenhügler, der sein ganzes Leben in dem Stadtteil gewohnt hat und 15 Jahre lang für die SPD im Rat die Geschicke der Stadt mit steuerte: " Dazu muss man sich nur einmal die heutigen Grundstückspreise ansehen!" Während der Weimarer Republik sei im Bereich Heidekämpen / Tannenkamp im Rahmen eines Besiedlungsprogramms Wohnraum für kinderreiche Familien geschaffen worden. Jeweils neun Siedlerfamilien hätten sich damals zusammengetan und gemeinsam etwas gebaut, so Neuber.

Stadtteil Info

Mit einer Fläche von 322 Hektar ist der Sonnenhügel einer der kleinsten Stadtteile. Umgerechnet auf die 8 563 Einwohner (Stand 2003), leben hier 26, 6 Personen pro Hektar, gut doppelt so viele wie im städtischen Durchschnitt (13, 2). Die stärkste Altersgruppe stellen mit 31, 2 Prozent die 40- bis unter 65-Jährigen. Höchster Punkt des Sonnenhügels ist mit 94 Metern der Gipfel des Gertrudenberges. Auf 58 Meter hinab geht es an der Hase (Ecke Wachsbleiche / Hansastraße).

UM 1900 entstand dieses Bild am Fuße des Sonnenhügels mit Blick über die Hase. Im Hintergrund Gebäude an der Wachsbleiche. Foto entnommen aus dem Buch " Alt-Osnabrück, Band 1", erschienen im Verlag H. Th. Wenner.
Autor:
Sven Lampe


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