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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Baumarkt an der Blankenburg: Bürger kommen zu Wort
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CDU/FDP-Mehrheit bringt Planungsverfahren für Max Bahr auf den Weg - SPD und Grüne lehnen das Projekt ab
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Baumarkt an der Blankenburg: Bürger kommen zu Wort

CDU / FDP-Mehrheit bringt Planungsverfahren für Max Bahr auf den Weg - SPD und Grüne lehnen das Projekt ab

Osnabrück (rll) CDU und FDP können sich einen Bau- und Gartenmarkt an der Blankenburg vorstellen, SPD und Grüne wollen ihn verhindern. Zwischen diesen politischen Fronten bewegte sich die Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss. Mit den Stimmen der Ratsmehrheit wurde das Planungsverfahren auf den Weg gebracht.

" Das ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. Es geht um die Frage, was die Bürger dazu sagen." Mit diesem Hinweis versuchte Stadtbaurat Jörg Ellinghaus mögliche Tumulte schon vor der Diskussion im Keim zu ersticken. Mehrere Dutzend Anwohner aus dem Umfeld der Illoshöhe waren zu der Sitzung gekommen, weil sie die Lebensqualität in ihrem Viertel gefährdet sehen.

Sie pochen auf Zusagen, die ihnen der Rat Ende der 90er Jahre gemacht hat. Seinerzeit wurden die Weichen gestellt, um die ehemalige Sandgrube an der Blankenburg als gewerbliche Zone zu nutzen. Nach den damals verabschiedeten Plänen ist ein Baumarkt an dieser Stelle nicht zulässig. Jetzt wird die Stadt von einem Investor gedrängt, den Bebauungsplan zu ändern: Die Echterhoff-Gruppe will für die Hamburger Baumarktkette Max Bahr einen neuen Markt mit 10 000 qm Verkaufsfläche errichten. Bahr will den Standort an der Lengericher Landstraße aufgeben, um sich zu vergrößern. In Hellern und in der angrenzenden Weststadt geht nun die Angst um, dass ganze Wohnsiedlungen buchstäblich unter die Räder kommen, zumal schon die Ikea-Ansiedlung eine beträchtliche Verkehrszunahme erwarten lässt.

Im Stadtentwicklungsausschuss sprach sich der SPD-Politiker Ulrich Hus gegen die Pläne von Bahr und Echterhoff aus: Der gültige Bebauungsplan sei das Ergebnis eines Kompromisses. Den Anwohnern sei versprochen worden, dass kein großflächiger Einzelhandel auf dem Areal angesiedelt werde. " Wir stehen im Wort", vermerkte Hus, deshalb verbiete sich eine Änderung des Bebauungsplans.

Ähnlich äußerte sich Sabine Bartnik von den Grünen. Es bestehe keine Notwendigkeit, einen Baumarkt in dieser Größenordnung anzusiedeln. Anders Brigitte Gantke von der FDP: Der vorhandene Bahr-Markt an der Lengericher Landstraße sei " keine Zierde". Eine Verlegung an die Blankenburg sei " nicht verkehrt". Zurückhaltend äußerten sich Politiker der CDU. Sie betonten, dass ein Planverfahren keine Festlegung für oder gegen ein Projekt sei. Mit den Stimmen der CDU / FDP-Mehrheit wurde deshalb beschlossen, die Pläne öffentlich auszulegen. Damit bekommen die Bürger Gelegenheit, ihre Stellungnahmen abzugeben.

BAUMARKT - JA ODER NEIN? Mit der frühzeitigen Bürgerbeteiligung will die Stadt ausloten, ob ein solches Bauvorhaben an der Blankenburg auf Akzeptanz stößt.
Autor:
rll


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