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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ikea baut weiter auf den Werbeturm
Zwischenüberschrift:
Möbelhaus will sich mit Wegweisern an der Autobahn nicht zufrieden geben
Artikel:
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Originaltext:
Ikea baut weiter auf den Werbeturm

Möbelhaus will sich mit Wegweisern an der Autobahn nicht zufrieden geben

Osnabrück (rll) Ikea will hoch hinaus: Mindestens 46, besser noch 62 Meter soll der Werbemast in den Himmel ragen, den das skandinavische Möbelhaus in Hellern an der Autobahn aufstellen will. Die Stadt drangt zur Mäßigung und fordert eine Beschränkung auf 36 Meter oder weniger.

Planer und Politiker tun sich schwer mit dem so genannten " Sign Tower", weil sie eine Verschandelung der Landschaft befürchten. Dabei könnte der Turm vielleicht einen Beitrag leisten, das befürchtete Verkehrschaos im Umfeld von Ikea zu verhindern. Die Planer erwarten, dass der Werbemast den Autofahrern schon von weitem die Orientierung erleichtern könnte.

Im Stadtentwicklungsausschuss wurde jetzt allerdings vorgetragen, dass dies nur für den Verkehr aus westlicher Richtung gelte. Für Autofahrer aus Richtung Hannover tauche der Turm erst zu spät im Blickfeld auf. Skeptiker befürchten, dass Ortsunkundige schon an der Abfahrt Hellern die Autobahn verlassen und den Stadtteil in ein Verkehrschaos stürzen könnten.

Aus diesem Grund setzt die Stadt auf Autobahnwegweiser. Doch das wäre ein Präzedenzfall für Niedersachsen. Bislang hätten sich die Landesbehörden eher zugeknöpft gezeigt, hieß es im Ausschuss. Falls es bei der ablehnenden Haltung bleibt, favorisiert die Stadt Wegweiser neben der Autobahn.

Die Hoffnung einiger Ratsherren, dass sich Ikea damit zufrieden geben und auf den den Werbeturm verzichten könnte, ist jedoch nicht aufgegangen. Das Möbelhaus will einen 46 Meter hohen Mast errichten, in Gesprächen sind aber auch scnon Höhen von 52 und sogar 62 Metern genannt worden, wie im Stadtentwicklungsausschuss bekannt wurde.

Gegen ein solch gewaltiges Bauwerk werden neben dem Landschaftsschutz auch ökologische Gründe ins Feld geführt. Ein nachts beleuchteter Pylon könne den Vogelzug behindern, lautet eine Sorge von Naturschützern.

Nicht nur über die Höhe, auch über den Standort wird gestritten. Im Stadtentwicklungsausschuss sprach sich die SPD-Fraktion jetzt dafür aus, den Werbemast direkt neben dem Möbelhaus südlich der Rheiner Landstraße aufzustellen.

Ikea favorisiert dagegen einen Standort weiter nördlich, also näher an der Autobahn. Und diesem Wunsch hat sich mittlerweile die CDU angeschlossen. Die Helleraner Wohnbevölkerung werde dann weniger gestört, führte die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen aus. Naturschützer halten jedoch dagegen, dass dem Turm dann ein wertvolles Biotop an der Düte geopfert werden könnte.

NUR WERBUNG ODER AUCH VERKEHRSLENKUNG? Eine Simulation zeigt den Werbemast, den Ikea an der Autobahn aufstellen will.
Autor:
rll


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