User Online: 1 | Timeout: 04:42Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Stahlwerk-Altlasten sind nicht gefährlich"
Zwischenüberschrift:
Auf dem Spielplatz Rotenburger Straße sind erhöhte Altlastenwerte festgestellt worden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Stahlwerk-Altlasten sind nicht gefährlich

Auf dem Spielplatz Rotenburger Straße sind erhöhte Altlasten-Werte festgestellt worden

Schinkel (rei) Wird der geplante Kinderspielplatz an der Rotenburger Straße auf belastetem Boden gebaut? Ein argwönischer Anwohner hatte Ablagerungen des alten Stahlwerks auf der Baustelle bemerkt. Alles nicht so schlimm, sagen Vertreter der Stadt. Die Blei und PAK Werte lägen unter der gesetzlich festgelegten Grenze.

Der Fachbereich Grün und Umwelt plant, gegenüber dem Hasepark in der Rotenburger Straße einen Kinderspielplatz zu bauen. Die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, auf dem Platz türmen sich bisher nur ein paar Sandhügel. Bei genauerem Hinsehen sind im Boden dunkle Ablagerungen zu sehen.

Die Werte von Altlasten im Boden seien an dieser Stelle erhöht, bestätigt Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt. " Es ist aber ausgeschlossen, dass die Kinder beim Spielen belastet werden", beruhigt Jürgensen. Zwar seien die Werte von Blei und polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) erhöht, sie lägen aber unter der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze. Die sei bei Kinderspielplätzen besonders niedrig. PAK-Verbindungen sind in Teer, Erdöl oder Kohle vorhanden und entstehen in Feuerungsanlagen der Industrie. Sie gelten als Krebs erregend.

" Die Spielfläche wird mit einem Rasengitternetz versiegelt", so Jürgensen weiter. Über das Netz soll eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Spielsand geschüttet werden. Um die Spielfläche wird außserdem ein 40 Zentimeter hoher Wall aus Mutterboden aufgeschichtet.

Das Besondere an dem geplanten Spielplatz ist, dass ihn Anwohner und Kinder mitgestalten. " Die Kinder haben den Platz bespielt", sagt Rita Mohring vom Kinderbüro, das das Beteiligungsprojekt mit dem Verein für Jugendhilfe, dem Jugendzentrum Ostbunker, dem Heinz-Fitschen-Haus und dem Lernstandort " Nackte Mühle" betreut. Danach hätten die Kinder ein Modell für den Fachbereich Grün und Umwelt entworfen.

Vor den Anwohnern sind die Altlasten im Boden nicht thematisiert worden. Das hält Rita Mohring auch nicht für nötig. " Wenn eine Gefährdung bestanden hätte, hätten wir den Spielplatz an der Stelle nicht geplant", betont sie.

Auch Sven Jürgensen erklärte, dass in diesem Fall " kein Informationsbedarf" bestehe. " Wenn keine Gefährdung besteht, müssen wir auch niemanden informieren", sagt er. Bei Baumaßnahmen würden ständig derartige Untersuchungen gemacht. " Das ist Alltag", sagt

ALTLASTEN aus dem ehemaligen Stahlwerk: Über diesen Boden soll ein Rasengitternetz mit einer Schicht Spielsand gelegt werden. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
rei


Anfang der Liste Ende der Liste