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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
IHK über ECE: Im Zweifel für die Innenstadt
Zwischenüberschrift:
Noch kein Urteil über Neumarkt-Center
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (hin)
" Im Zweifel für die Innenstadt": Diesem Grundsatz will die Industrie- und Handelskammer (IHK) folgen, wenn über ein ECE-Einkaufscenter am Neumarkt entschieden werden muss.

Deutlicher wollte IHK-Hauptgeschäftsführer Hubert Dinger gestern während der Sitzung des Regionalausschusses nicht werden. " Sie werden heute kein Ja oder Nein von mir hören", so Dinger. Die IHK werde das Wort ergreifen, wenn alle Fakten abgewogen werden können. Fest stehe für die Kammer, dass die Entwicklung der Innenstadt hohes Gewicht im Abwägungsprozess habe. Dinger ließ offen, ob nach Einschätzung der IHK ein Einkaufscenter die Entwicklung der Innenstadt beflügeln oder - wie von Einzelhändler Peter Wüsthoff befürchtet - die City in eine Katastrophe führen würde. Nur so viel ließ Dinger durchblicken: Wenn Osnabrück im Wettbewerb der Städte mithalten wolle, " dann müssen wir uns bewegen, sonst werden wir bewegt".

Im 44-köpfigen Regionalausschuss Osnabrück der IHK sind fast alle großen Handels- und Industriebetriebe der Stadt vertreten. Den Vorsitz führt Gerd-Christian Tietgemeyer. Die gestrige konstituierende Sitzung des Regionalausschusses nutzte die IHK zur Diskussion über das geplante Center. Jörg Wege, Projektentwickler von ECE, stellte die Planungen für das 120-Millionen-Projekt vor, das ECE 2009 im heutigen Justizviertel eröffnen will. Auf 20000 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen 100 Geschäfte Platz haben. Wege wies besonders auf die langfristigen " Schleppeffekte" hin, die ein Center habe. " Alle Städte haben von unseren Centern profitiert, weil wir Leute in die Stadt holen", sagte Wege. Es sei dann Sache der Einzelhändler, diese Kunden über die eigene Türschwelle zu locken. Er verhehlte nicht, dass es eine " Saure-Gurken-Zeit" der Anpassung in heute schon schwierigen C-Lagen geben werde.

Martin Kremming (Cima GmbH) erläuterte die Studie über die möglichen Folgen einer Shopping-Mall. Nach seinem Urteil hat die Stadt mit einem Center bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Die City würde sich aber deutlich verändern, ihr Schwerpunkt nach Süden verlagert, und die Umsatzverschiebungen wären " abwägungsrelevant".

Fip: Verlieren wir, wenn wir nichts tun?

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip - eingeladen, um das Projekt aus Sicht der Stadt zu beurteilen - ist überzeugt, dass die Entwicklung hin zu Einkaufscentern nicht aufzuhalten ist. Über den ECE-Plan am Neumarkt wolle er öffentlich nicht urteilen, um der Meinungsbildung in der Stadt und der Entscheidung des Rates nicht vorzugreifen. Doch die Stadt müsse die Frage beantworten: " Gewinnen wir mehr, wenn wir investieren, oder verlieren wir mehr, wenn wir nichts tun?" Die viel diskutierte Vereinheitlichung der Städte durch Filialisten und Shopping-Center in Deutschland sei nicht aufzuhalten, aber auch keine Gefahr. Denn das Profil der Städte werde immer mehr durch andere Faktoren geschärft wie " die städtebauliche Kulisse" oder das Kultur- und Freizeitangebot. Wenn es der Stadt gelinge, in den kommenden zwanzig Jahren Familien an sich zu binden und die Einwohnerzahl zu steigern, dann werde es langfristig keine Verödung der City-Randlagen geben.
Autor:
hin


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