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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Lotter Straße: Unter dem Asphalt entsteht ein Tunnel
Zwischenüberschrift:
Kanalbau einmal anders: Arbeiten in sieben Metern Tiefe
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück " Glück auf!" Der Bergmannsgruß gilt den Bauarbeitern, die unter der Lotter Straße einen Tunnel bauen. Fünf bis sechs Meter scharfen sie pro Woche. So kann der Verkehr ohne Beeinträchtigung weiterrollen, wenn das marode Mischwassersystem durch getrennte Regen- und Schmutzwasserkanäle ersetzt wird.

Erst wenn der unterirdische Stollen fertig gegraben ist, können die neuen Kanalrohre unter der Lotter Straße verlegt werden. Drei Tunnel-Einstiege soll es geben: an der Herderstraße, der Moltkestraße und am Hans-Calmeyer-Platz. Der Anstich in der Herderstraße hat bereits Mitte Juli stattgefunden. Ab heute soll sich der Bagger dort unter der Erde so weit vorgegraben haben, dass die Tunnelarbeiten unter der Lotter Straße in Richtung Bergstraße weitergehen.

Sieben Meter unter dem Asphalt schaufelt der Bagger den Weg frei. " Fünf bis sechs Meter schafft er in der Woche", erläutert Schachtmeister Andreas Schreier. Mit seiner Kolonne ist er für den Tunnelbau und später für die Kanalverlegung zuständig. Und weil er und seine Kollegen sich eher als Bergbauarbeiter denn als Straßenbauarbeiter sehen, hängt über dem Schachteingang eine kleine Statue der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.

In jedem Teil des Tunnels werde je eine Kolonne arbeiten, sagt Ansgar Joachimmeyer von den Stadtwerken Osnabrück. In dieser Woche

Tunnel erspart die Umleitung

wird der Einstleg in der Moltkestraße angestochen. Von hier aus soll der Tunnel in Richtung Herderstraße weitergehen und im Dezember oder Januar mit dem unterirdischen Gang an der Herderstraße zusammenstoßen. Ab September wird es einen weiteren Stollen ab dem Hans-Calmeyer-Platz geben, der im Juni auf das Teilstück an der Moltkestraße treffen soll.

Nach bisheriger Planung sollen die Bauarbeiten Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Wenn der Tunnel fertig sei, würden zunächst die Schmutzwasserrohre verlegt, sagt Ansgar Joachimmeyer. " Dafür müssen wir auch auf die Häuser zubohren, um dort die Abwasserhausanschlüsse auszuheben", kündigt er an. Über die Schmutzwasserrohre komme eine Betonschicht Beton - mit einer Stärke von einem Meter. Dann beginne das gleiche Prozedere mit dem Regenwasserkanal.

Ab der Blumenthalstraße in Richtung Lotte werden die Kanäle in offener Bauweise verlegt. Auf diesem Abschnitt ist die Straße so breit, dass der Verkehr während der Bauarbeiten zweispurig weiterlaufen kann. Für den östlichen Teil der Lotter Straße kam diese Lösung nicht infrage. " Die Straße ist hier acht Meter breit", rechnet Ansgar Joachimmeyer vor, für die Grube , müssten drei Meter kalkuliert werden, und das auch noch , in der Mitte der Straße. Unterirdisch seien die Bauarbeiten zwar kostspieliger und zeitaufwändiger, dafür könne auf eine Umleitung verzichtet werden. " Der Verkehr in Osnabrück würde sonst zusammenbrechen", befürchtet Joachimmeyer. Außerdem würde niemand mehr die Geschäfte in der Lotter Straße besuchen.

MACHT DEN WEG unter der Lotter Straße frei: Schachtmeister Andreas Schreier sieht sich als Bergmann und nicht so sehr als Bauarbeiter.

Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Anne Reinert


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