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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Sie kann die Sonne in ihrem Garten scheinen hören
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten:
 
Bei Maria Polewski funktioniert alles nach dem Genuss-Prinzip - Auf 800 Quadratmetern wächst und blüht es
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten

Sie kann die Sonne in ihrem Garten scheinen hören

Bei Maria Polewsky funktioniert alles nach dem Genuss-Prinzip - Auf 800 Quadratmetern wächst und blüht es

Von Anne Diekhoff

Dodesheide

Wenn die Sonne scheint, weiß Maria Polewsky das morgens schon, bevor sie aus dem Fenster geschaut hat. Sie kann es hören am Plätschern im Gartenteich, verursacht von der solarbetriebenen Pumpe. Ihr 800 Quadratmeter großer Garten in der Dodesheide funktioniert vor allem nach dem Genuss-Prinzip.

" Es tut gut, das Plätschern zu hören", sagt sie, " ich wollte immer so wohnen, dass ich auf Wasser gucke." Also hat sie auf einem großen Teil der früheren Rasenfläche diesen Teich angelegt. Zwei kleine Schilfpflanzen und eine Seerose wuchsen dort zuerst, in zwischen haben sich du Pflanzen stark vermehrt, viele andere sind hinzugekommen, und dann waren plötzlich auch Fische und Frösche da.

Auf verschlungenen Wegen zwischen zahlreichen Beeten, unter Rosenbögen und alten Obstbäumen geht es tiefer in den Garten hinein, auf den nächsten Teich zu. Den hat Maria Polewsky anders als den großen nicht mit Folie versehen, weshalb er jetzt im Sommer trocken liegt. " Im Herbst steigt der Grundwasserspiegel enorm", sagt sie, " den Winter über ist der Teich mit Wasser gefüllt." Dort haben sich Pflanzen angesiedelt, die stark unterschiedliche Wasserstände mögen. Auf die Frage, ob das eine Spezialität unter Teichfachleuten ist, lacht sie: " Nein, das hab ich einfach mal so gemacht. Das ist alles nicht ernst gemeint, das ist nur Spielerei." Den Garten als ein andauerndes Spiel zu verstehen, mit dem man aufhört, bevor es stressig wird - mit dieser Gelassenheit hat Maria Polewsky im Laufe von acht Jahren einen wunderschönen Freiluftraum gestaltet.

Die mit Rotbuche bewachsene Weidenlaube beherbert einen der 15 lauschigen Sitzplätze des Gartens, englische Rosensorten blühen neben Nachtkerzen, noch junge Buchsbaumhecken fassen die Beeteein. " Bei der letzten Zählung hatte ich 3 417 Buchsbaumpflanzen - aus ursprünglich sechs", erzählt sie und lacht wieder, " ich mag den Kontrast von streng und bunt. Wenn Beete mit Buchsbaum eingefasst sind, ist es fast egal, wie es darin aussieht." Darin sieht es zum Beispiel leuchtend rot aus, von der " Brennenden Liebe" oder grün mit zartem Gelb vom " Frauenmantel".

Maria Polewsky greift beim Ausbreiten der Blumen nur ein, wenn eine Art die anderen zu verdrängen droht. Grasschnitt legt sie direkt in die Beete, das mache den Boden mit den Jahren immer weicher und schütze ihn vor Austrocknung in heißen Sommern, sagt sie. Im Hügelbeet wachsen Tomaten, Zucchini und Kürbisse, stetig bewässert, aus umgedreht in die Erde gesteckten Flaschen. Dieses Hügelbeet liegt gleich hinter einem Teil des Gartens, den die Besitzerin nur selten betritt, weil dort die Igel ihre Ruhe haben sollen. Die Ideen gehen ihr nicht aus: " Als Nächstes will ich mit dem Sand aus dem kleinen Teich einen Sandstrand anlegen." Da ist es wieder, das Genuss-Prinzip.

Wer diesen Garten im Rahmen der Aktion " Das offene Gartentor" ansehen möchte, kann unter der Nummer 8004788 einen Termin vereinbaren.

EINE TRAUMHAFTE IDYLLE hat Maria Polewsky in ihrem Garten geschaffen. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Anne Diekhoff


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