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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Am Anfang gab´s im Forsthaus Flaschenbier und Schluck
Zwischenüberschrift:
Die ehemalige Gaststätte in Sutthausen wird bald ganz von der Bildfläche verschwinden - Auf dem Gelände entstehen Wohnhäuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am Anfang gab' s im Forsthaus Flaschenbier und Schluck

Die ehemalige Gaststätte in Sutthausen wird bald ganz von der Bildfläche verschwinden - Auf dem Gelände entstehen Wohnhäuser

Sutthausen (rll) An das Forsthaus in Sutthausen wird bald nur noch ein Straßenname erinnern. Seit drei Jahren ist die Gastwirtschaft geschlossen, und das verbliebene Wohnhaus wird voraussichtlich 2005 von der Bildfläche verschwinden.

Eine Postkarte aus der Sammlung von Hubert Kasselmann zeigt die Gaststätte im Jahr 1931 kurz nach ihrer Eröffnung. Im Biergarten sind die Tische feierlich gedeckt, Gäste fehlen allerdings auf dem Foto. Siegfried Zahn, Noch-Eigentümer des Forsthauses, erinnert sich: Seine Großmutter Wilhelmine Witte hatte damals die Gaststätte eröffnet. Sie war querschnittsgelähmt und konnte nur auf dem Stuhl sitzen. Ihre neun Kinder machten die Arbeit. In der Anfangszeit, erzählt Siegfried Zahn, gab es nur Flaschenbier und Schluck. Im Haupterwerb lebte die Familie von der Landwirtschaft.

Beim Vergleich der Ansicht von 1931 mit dem heutigen Wohnhaus fallen nicht mehr viele Gemeinsamkeiten auf. Kein Wunder, sagt Siegfried Zahn, denn das Haus wurde seit 1963 mehrfach umgebaut. Nur das Fachwerk an der Straßenseite sei noch original, vermerkt der ehemalige Gastwirt.

2001 wurde die Kneipe geschlossen, auf dem Gelände sollen demnächst Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Schon im März wurde das Saalgebäude abgerissen. Das Wohnhaus, in dem die Familie noch wohnt, soll nächstes Jahr folgen, wenn eine neue Bleibe an der anderen Straßenseite fertig gestellt ist.

Nicht nur in Sutthausen bedauern viele, dass es die Gastwirtschaft im alten Forsthaus nicht mehr gibt. Und dann schwelgen sie in Erinnerungen: Damals, als man an den lauen Sommerabenden draußen im Biergarten sitzen konnte...

KAFFEEHAUS UND GARTENWIRTSCHAFT: Das Forsthaus in Sutthausen auf einer Postkarte von 1931. Hubert Kasselmann hat sie uns zur Verfügung gestellt.

DIE TAGE SIND GEZÄHLT: Das Forsthaus in Sutthausen weicht einer kleinen Wohnsiedlung. Die Pläne sind beschlossene Sache, auf dem hinteren Teil des Grundstücks wird schon gearbeitet. Foto: Klaus Lindemann

Autor:
rll


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