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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stadt ringt mit sich selbst: Spielplatz ode Bauplatz?
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Pannenserie um Speilfläche in der Wüste setzt sicvh fort: Eines der vorgesehenen Grundstücke steht zum Verkauf
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Stadt ringt mit sich selbst: Spielplatz oder Bauplatz?

Pannenserie um Spielfläche in der Wüste setzt sich fort: Eines der zwei vorgesehenen Grundstücke steht zum Verkauf

Von Rainer Lahmann-Lammert

Wüste

Manchmal weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut: Die Stadt will ein Grundstück verkaufen, das als Standort für den fehlenden Spielplatz in der Wüste reserviert ist. Damit setzt sich eine Pannenserie fort.

Nach den Erhebungen der Kinderkommission fehlt in der Wüste ein Spielplatz. Ursprünglich sollte er im Carre zwischen Hiärm-Grupe-Straße und Prenzlerweg entstehen (wir berichteten). Das machten die Anwohner eines Privatweges aber nicht mit. Ihr Veto hätte den Spielplatz zu einem " Hubschrauber-Grundstück" gemacht - für spielende Kinder unerreichbar.

Auf ein Enteignungsverfahren wollte sich die Stadt nicht einlassen, weil sie einen Zeit raubenden Rechtsstreit fürchtete. Anfang März gab sie ihre Pläne auf, Anfang April wurden in der Kinderkommission zwei Ersatzstandorte für einen Spielplatz vorgestellt. Der eine befindet sich auf dem Gelände des Bischof-Lilje-Heims, also direkt neben dem Seniorenzentrum. Bei der zweiten Fläche handelt es sich um das Gelände an der Straßenkreuzung Hiräm-Grupe-Straße / August-Hölscher-Straße. Das Areal war einmal für die Erweiterung der benachbarten städtischen Kindertagesstätte vorgesehen.

Als der Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien mit seiner Abwägung zwischen den beiden Standorten begann, wurden im Fachbereich Immobilien die Weichen für den Verkauf des Grundstücks gestellt. Nach Auskunft von Sozialdezernent Reinhard Sliwka haben sogar mehrere Kaufinteressenten Angebote abgegeben. Die Unterzeichnung eines Kaufvertrages sei schon vorbereitet. Und das, obwohl die Spielplatz-Frage noch gar nicht geklärt ist. Sliwka räumte ein, die Sache sei " nicht so gelaufen, wie sie sollte".

Dass die beiden Ämter aneinander vorbei gearbeitet haben, fiel erst am Dienstagabend in der Ratssitzung auf. Um den Schaden zu begrenzen, wurde beschlossen, den

Sommer: Ein Stück aus dem Tollhaus

Verkauf zurückzustellen, bis der Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien mit seiner Abwägung fertig ist.

Der muss sich nun beeilen, denn das Ergebnis soll schon nächste Woche vorliegen und sofort der Kinderkommission vorgestellt werden. Deren Vorsitzender Uli Sommer (SPD) spricht von einem " Stück aus dem Tollhaus". Hier werde ein unerträglicher Druck ausgeübt, der den Kinderinteressen schade. Es gehe um viel Geld, da könne von einer unabhängigen Bewertung nicht mehr die Rede sein.

ALS SPIELPLATZ RESERVIERT, als Bauplatz gehandelt: Um die Fläche hinter diesem Zaun wird zurzeit gerungen. Foto: M.Hehmann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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