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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Von Pye nach Büren: Trockenen Fußes über die Hase
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Die neue Bürgerbrücke zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wurde gestern freigegeben
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Originaltext:
Von Pye nach Büren: Trockenen Fußes über die Hase

Die neue Bürgerbrücke zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wurde gestern freigegeben

Pye (tn)

Eng wurde es, und der Flachs blühte, als gestern Nachmittag die neue Hasebrücke zwischen Büren und Pye offiziell freigegeben wurde. Doch die Länder verbindende Holzkonstruktion für Fußgänger und Radfahrer ertrug die Last von rund 80 Festgästen mit auf Stahl und Beton gegründeter Gelassenheit.

Notwendig wurde der Bau, wie Thilo Wachholz von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover in Erinnerung rief, weil der Bund für den nahen Stichkanal mehr Raum benötigte und so den Hase-Lauf ein Stück verlegte. Da stand die 25 Jahre alte, baufällige Hasebrücke plötzlich über dem Trockenen.

Der Bürgerverein Wersen, der bereits die alte Brücke initiiert hatte, regte einen Neubau an und sammelte Spenden, die zwei Fünftel der Baukosten von rund 50 000 Euro abdeckten. Dafür strichen die Mannen um ihren Vorsitzenden Wilfried Freier gestern auch das Lob des Bundesbehörden Vertreters ein.

Der allerdings, so viel zur Flachsblüte, fing sich eine Rüge von Steinfurts Landrat Thomas Kubendorff ein. Die korrekte Anrede laute nicht " Herr Landrat", sondern " Eure Majestät", sei er doch der amtierende Krautkönig von Wersen, in dessen Reich auch diese Brücke stehe. Im Lob für das " Musterbeispiel bürgerschaftlicher Eigeninitiative" zeigte sich Kubendorff jedoch mit Wachholz einig.

Da die so genannte Bürgerbrücke aber auch die Gemeinde Lotte und die Stadt Osnabrück verbindet, kamen auch ihre Vertreter zu Wort. Lottes Bürgermeister Dieter-Joachim Srock wies auf die verbindende Funktion von Brücken hin, die in diesem Fall, wie er bezeugte, die Bürger von beiden Seiten reichlich nutzen.

Die Grüße von Osnabrücks OB Hans-Jürgen Fip überbrachte Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes. Die Stadtwerke gehören zu den Sponsoren der Brücke und entfalten im Grenzgebiet ebenfalls verbindende Kraft, wie Rolfes betonte. Er hatte den Pyer Ortsbürgermeister Josef Thöle an seiner Seite. Die Worte vom Landraub zwischen Krautkönigreich und Grünkohlrepublik gehörten dann bereits zum von Hopfen und Malz angereicherten inoffiziellen Geflachse.

EINSCHNEIDENDE MAßNAHMEN ergriffen auf der Bürgerbrücke Dr. Stephan Rolfes, Thilo Wachholz, Wilfried Freier, Dieter-Joachim Srock und Thomas Kubendorff. Foto: Egmont Seiler
Autor:
tn


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