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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Das ist ein ganz einfaches System"
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker entwicklen neuartigen Speicherkollektor für äquatornahe Länder
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Petra Stickel

Fledder

Solaranlagen sind das Geschäft der Rainbows End Solartechnik GmbH. Derzeit entwickelt die Firma den Prototyp eines Speicherkollektors.

Der Speicherkollektor ist ein ganz einfaches System, aber neu in der thermischen Solartechnik", sagt Firmengründer Claus Stickann. Sein Unternehmen hat einen Wärmespeicher entwickelt, der in äquatornahen Ländern eingesetzt werden kann.

Ein Kollektor wandelt die gesammelte Sonnenenergie in Wärme um. Bislang konnte Wasser nur außerhalb des Kollektors erhitzt werden. Rainbows End hat einen Kollektor entwickelt, in den ein Wärmespeicher eingebaut wurde. Erste Messreihen mit einem Diplomphysiker verliefen nach Stickanns Angaben positiv. Der Firmenchef hofft nun, bald mit der Produktion selbst beginnen zu können. Der Kollektor könnte dann in äquatornahe Länder geliefert werden. " Da innerhalb des Kollektors

Ein Mittel gegen Stromausfälle

keine Frostschutzmittel sind, kommt diese Form nur für wärmere Gebiete infrage", so Stickann.

In die wärmere Gegenden haben die Osnabrücker schon häufiger Solaranlagen geliefert. Unter anderem war das Unternehmen im Rahmen der Entwicklungshilfe bereits in Afrika aktiv.

Mit der Bundesregierung und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GtZ) sollte ein Mittel gegen die häufig auftretenden Stromausfälle gefunden werden. Die Brunnenpumpen der Bewässerungsanlagen für die Felder werden elektrisch angetrieben. Doch der Strom fällt häufig aus, so dass die Felder nicht ausreichend bewässert werden können.

Rainbows End lieferte Solarmodule, die Sonnenenergie in Strom umwandeln. Die Module springen jetzt bei jedem Stromausfall als Notversorgung ein. Dadurch können die Felder ständig bewässert werden.

Wie kam Stickann auf den Firmennamen? Hat es etwas mit dem Goldschatz zu tun, der laut Sprichwort am Ende des Regenbogens vergraben sein soll? Das verneint Stickann. Drei Jahre vor der Firmengründung war er in Großbritannien in der Nähe von Stonehenge unterwegs. Dort saß er in einem Pub und trank mit den Einheimischen Bier. " Es war ein lustiger Abend, und zufälligerweise hieß der Pub Rainbows End", erinnert sich Stickann. Nach dem Pubbesuch kam ihm die Idee, auch seiner zukünftigen Firma diesen Namen zu geben.

Firmen-lnfo

Alternative

1981 gründete der Lehrer Claus Stickann die Rainbows End Solartechnik GmbH. Er wollte eine Alternative zu den Energielieferanten Öl, Gas und Kohle bieten. Die ersten Solaranlagen installierte der Firmengründer allein. Dann stellte er den ersten Gesellen ein. Mittlerweile hat er zehn Mitarbeiter. Seit der Änderung des Energieeinspargesetzes zum 1. Januar 2004 und durch den vergangenen sehr heißen Sommer sind nach Stickanns Worten derzeit keine Module mehr erhältlich. " Wer jetzt bestellt, muss bis zum kommenden Jahr warten", so der Firmenchef.

SONNENKOLLEKTOREN verkauft die Firma Rainbows End Solartechnik GmbH nicht nur in Osnabrück. Die Geschäftsbeziehungen reichen bis nach Afrika. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Petra Stickel


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