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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Holzheizung in Niedersachsen unterbelichtet"
Zwischenüberschrift:
Werben für den Energieträger Holz
Artikel:
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Originaltext:
" Holzheizung in Niedersachsen unterbelichtet"

Werben für den Energieträger Holz

Osnabrück (gre) Der Wald bietet nicht nur Erholung und produziert mit dem Blattwerk Sauerstoff. Er liefert auch den Energieträger Holz, der mit ausgereifter Heiztechnik sowohl in Wohnungen, Betrieben als auch in Schulen wohlige Wärme verströmt. Vom ersten Holzheizforum im Osnabrücker Kreishaus nahmen die Zuhörer ein umfangreiches Informationspaket über die Bereitstellung, Technik und Fördermöglichkeiten mit nach Hause.

Die unerwartet große Resonanz war für Hans-Hartmut Escher, Fachdienstleiter Umwelt, und die Referenten ein eindeutiges Zeichen des Interesses am zweijährigen Projekt " Terra.ligna - Holzoffensive im Osnabrücker Land".

" Das Thema Holzheizung ist in Niedersachsen relativ unterbelichtet", meinte Escher. Dabei sei das Osnabrücker Land die holzreichste Region im Gebiet Weser-Ems. Das bestätigte Johannes Meyer zum Alten Borgloh, Vorsitzender des Kreisforstverbandes. 6 500 Waldbesitzern gehörten rund 37 000 Hektar Privatwald, dazu kämen weitere rund 24 Prozent Staatswald, aus dem ebenfalls Holz bereitgestellt werde, erklärte er.

Der Einschlag im Landkreis könnte mehr als verdoppelt werden, ohne die Reserven oder den Nachschub zu gefährden. " Die fossilen Brennstoffe Heizöl und - gas wachsen nicht nach." Ein weiteres Argument Meyers für den Wechsel zum Energieträger Holz war, dass die heimische Holzwirtschaft gestärkt werde. So betreibe die Schule in Melle-Buer bereits eine Holzhackschnitzelheizung.

Für Hackschnitzel, Pellets und Stückholz seien unterschiedliche Öfen und Lagerkapazitäten erforderlich, beschrieb Michael Karlemann von der Bloenergie Niedersachsen (BhN) den aktuellen Stand der Tecknik. Während sich für Landwirte Stückholz-und Hackschnitzelöfen wegen des erforderlichen Lagers eher eigneten, seien Pelletöfen in nahezu jeder Privatwohnung zu betreiben.

Ein Kilo Pellets erzeugten, wie 0, 5 Liter öl, fünf Kilowatt Wärme, errechnete Karlemann. Die bis zu 30 Millimeter langen Presslinge aus unbehandelten Spänen gebe es als Sackware. Größere Mengen könnten im Bunker in einem ehemaligen Heizöltankraum gelagert werden. Die Preise für Heizholz bewegten sich geringfügig unter dem Heizölpreis, so der Referent.

Gleichwohl liege die Pelletproduktion in den vergangenen zwei Jahren über dem tatsächlichen Verbrauch.

Gegenüber den konventionellen Anlagen muss der renovierende Hausherr oder der planende Bauherr bei Holzheizungen mit höheren Preisen rechnen. Einige Finanzierungsmöglichkeiten stellte Dietmar Seeber von der Verbraucherzentrale vor. Privatpersonen erhielten über die BAFA (Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bei Anlagen bis 28 Kilowatt pauschal 1700 Euro, erfuhren die Zuhörer. Des Weiteren gewähre die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und unter bestimmten Voraussetzungen die niedersächsische Landestreuhandstelle zinsgünstige Kredite. Für Interessenten bietet die Verbraucherzentrale demnächst in einigen Umlandgemeinden Energieberatungstermine an. Weitere individuelle Beratung kann anschließend jeder vor Ort in Anspruch nehmen.

HOLZ STATT FOSSILER ENERGIETRÄGER empfehlen (von links) Dietmar Seeber, Johannes Meyer zum Alten Borgloh, Michael Karlemann und Hans-Hartmut Escher.Foto: Ursula Holtgrewe
Autor:
gre


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