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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Tunnelbau: NeueTechnik soll die Umwelt schonen
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Umweltstiftung unterstützt Projekt mit 205000 Euro
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Tunnelbau: Neue Technik soll die Umwelt schonen

Umweltstiftung unterstützt Projekt mit 205000 Euro

Wallenhorst/ Osnabrück (slx)
Mit einem neuartigen Verfahren will die Tief- und Baugeräte Gesellschaft Wallenhorst den Bau von Tunneln umweltfreundlicher und wirtschaftlicher gestalten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Vorhaben mit 205 000 Euro.

Die ersten Unternehmen hätten bereits " großes Interesse" an der neuen Technik gezeigt, freute sich Firmenchef Wolfgang Thomas bei der Vorstellung des Projektes. Die Tief- und Baugeräte Gesellschaft ist die Technologietochter der Firma Wittfeld Bau aus Hollage.

" Ich hoffe, dass es jetzt so schnell wie möglich losgeht", so Thomas. Der Bauunternehmer, der Kosten von rund 800000 Euro für die Entwicklung der neuen Technologie veranschlagt hat, rechnet damit, in etwa sechs Monaten mit dem ersten Projekt beginnen zu können.

" Wir in Deutschland müssen lernen, Umweltschutz nicht nur als Belastung zu verstehen, sondern auch als etwas, in dem wir weltweit führend sind", sagte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde. Und wenn eine umweltfreundliche Technik darüber hinaus den Nebeneffekt Wirtschaftlichkeit habe, sei das umso erfreulicher. Ziel müsse es sein, auf dem Gebiet Umweltschutz weltweit marktführend zu werden, so Brickwedde weiter.

Im Vergleich zum konventionellen Tunnelbau verringere die neue Technik den Aufwand für die Entsorgung des ausgehobenen Erdreichs um etwa die Hälfte. Ebenso groß sei die Einsparung von Beton, erläuterte Diplom-Ingenieur Franz Dreier. Tunnel, die nicht mit Bohrern vorgetrieben werden, müssen mit massiven Stützwänden gesichert und auf einer meterdicken Betonsohle gebaut werden. In diese Hülle wird später der eigentliche Tunnel gebaut. Die Stützwände, so Dreier, blieben anschließend im Erdreich - mit Auswirkungen auf die Grundwasserströme. Das neue Verfahren mache die teuren und zeitaufwändigen Hilfsbauwerke überflüssig. Die Bauweise rechne sich besonders beim Einsatz in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel, erläuterte Thomas.

Der Wallenhorster Unternehmer möchte für die Sicherung der Baugrube eine mobile Wand ohne spezielle Absicherung gegen Grundwasser einsetzen. Die einzelnen Tunnelsegmente sollen dann oberirdisch hergestellt und in die Grube abgesenkt werden.

Derzeit werde unter anderem im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Universität Kassel an Details gearbeitet. Unter anderem daran, wie und mit welchem Gerät die bis zu 20 Meter langen und rund 2000 Tonnen schweren Einzelelemente passend in die Baugrube hinabgelassen werden können.

BIS JETZT muss beim Tunnelbau viel Erde bewegt werden. Ein neues Verfahren soll den Aufwand um die Hälfte reduzieren.
Autor:
slx


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