User Online: 2 | Timeout: 11:16Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schöner Wohnen am Stadthaus
Zwischenüberschrift:
Eine Heimat für den Mauersegler: Nistkästen wurden am Stadthaus angebracht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schöner Wohnen am Stadthaus

Eine Heimat für den Mauersegler: Nistkästen wurden am Stadthaus angebracht

Osnabrück (kgre)
Die Mauersegler leiden unter Wohnungsnot. Um den Vögeln die Suche nach einem Brutplatz zu erleichtern, hat der Fachbereich Grün und Umwelt mit Unterstützung der Feuerwehr am Stadthaus Nistkästen anbringen lassen.

Wenn es um ihren Nachwuchs geht, sind Mauersegler wählerisch. Als Nistplätze kommen Gebäude unter fünf Meter Höhe wegen der Anflugmöglichkeit erst gar nicht infrage. Einfamilienhäuser sind damit ausgeschlossen. " Die Tiere sind, eigentlich Felsenbewohner. In der Stadt bevorzugen sie kleine Höhlen und Löcher in Hausfassaden", sagt Helmut Schmitz vom Fachdienst Naturschutz und Landschaftsplanung. Durch die weitere Sanierung von alten Häusern werden die Nistmöglichkeiten im Stadtgebiet daher immer weniger.

Dank Beobachtungen von Frank Bludau, ebenfalls Fachbereich Grün und Umwelt, entstand die Idee der Nisthilfen. " Die Vögel umkreisten schon im vergangenen Herbst das Stadthaus und suchten augenscheinlich nach freien Nischen", berichtet Bludau. Mauersegler, im Jahr 2003 zum Vogel des Jahres ernannt, sind in diesem Punkt vorausschauend. Schon vor ihrem Abflug ins Winterquartier halten die Vögel, die Schwalben ähneln, aber größer sind, Ausschau nach einem geeigneten Brutplatz für das folgende Jahr.

Acht flache Nistkästen aus Beton mit einer Breite von jeweils 34 Zentimetern hat die Stadt nun im Rahmen des klassischen Artenschutzes gestiftet. Die Anbringung direkt unter der Dachtraufe übernahm die städtische Feuerwehr, die im Gegenzug eigene Nistkästen gestellt bekam.

Auf dem Gelände an der Nobbenburger Straße dürfen die Feuerwehrleute gespannt sein, ob sich an ihrem Schlauchturm ebenfalls Mauersegler niederlassen werden,.

Vor dem Stadthaus 1 ließen sich Volker Wittefeld und Gerd Nüsse, beide Oberbrandmeister, am Freitagnachmittag per Drehleiter etwa 25 Meter hochfahren. Mit Bohrmaschine und Schrauber befestigten sie die Nistkästen in Abstanden von einem Meter an der Front des Gebäudes.

Ob die Tiere die grauen Boxen als neue Heimat akzeptieren, wird sich erst im kommenden Jahr zeigen. " Irgendeine Tierart nistet sich bestimmt ein", überlegt Schmitz. " Vielleicht auch Fledermäuse."

SCHWINDELFREI MÜSSEN FEUERWEHRLEUTE SEIN: Volker Wittefeld (links) und Gerd Nüsse brachten die Mauersegler-Kästen am Stadthaus am Natruper-Tor-Wall an. Foto: Jörn Martens
Autor:
kgre


Anfang der Liste Ende der Liste