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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schnell in die Stadt und ihre Menschen verliebt
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Rosine De Dijn schrieb über Osnabrück, Land und Leute
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Originaltext:
Schnell in die Stadt und ihre Menschen verliebt

Rosine De Dijn schrieb über Osnabrück, Land und Leute

Von Rainer Giesen

Osnabrück

Osnabrück war für die belgische Schriftstellerin Rosine De Dijn " terra incognita", und die Anfrage, ein Buch über diese deutsche, vielen Deutschen aber kaum bekannte Großstadt zu schreiben, hatte sie " mit einiger Skepsis entgegengenommen: Ich hatte doch gar keine Ahnung von Stadt, Land und Leuten."

Das eben war eine wesentliche Argumentation ihres Verlages: Die Schriftstellerin Rosine De Dijn lebt zwar seit 30 Jahren in Deutschland, in Bergisch Gladbach bei Köln,

" Es wurde ein sehr persönliches Buch"

ist aber Belgierin und sei somit die Idealbesetzung - eine ganz Fremde sollte der Stadt und ihren Menschen nahe kommen und sie aus dieser Sicht ergründen und beschreiben.

Es hat nicht lange gedauert, " eigentlich nur bis zur ersten Fahrt nach Osnabrück", da war die Autorin schon nicht mehr fremd im Osnabrücker Land - sie war, sagt sie, " schnell ganz verliebt. Verliebt in diese schöne Stadt mit ihrer langen Geschichte, in der viel Wichtiges für Deutschland und Europa entschieden wurde, und in die Menschen in Osnabrück und drum herum."

Die waren ihr, die aus ihrer Wahlheimat ja das berühmte fröhliche rheinische Naturell kennt und die Südniedersachsen eher den angeblich so schwerfälligen und verschlossenen Westfalen zuordnete, unvermutet " offen, herzlich, mitteilsam und nett" entgegengekommen.

Rosine De Dijn hat unter anderem Bücher geschrieben über die Frauen im Leben berühmter Männer: über " Liebe Last und Leidenschaft" des großen Malers Peter-Paul Rubens oder " Des Kaisers Frauen".

In den letzten Monaten führten Reisen die stets elegant gekleidete Schriftstellerin mit dem großen historischen Hintergrundwissen immer wieder ins Osnabrücker Land, nach Bad Essen, Rothenfelde und Osnabrück.

Sie unternahm Spaziergänge ins Land und durch die " schöne, wieder erstandene Osnabrücker Altstadt". Sie kletterte auf den Turm der Marienkirche und blickte auf das Panorama der Stadt und auf ihren geschichtsträchtigen Boden: Westfälischer Friede, als Osnabrück Treffpunkt der Großen der damaligen Welt war; römischer Krieg, als Kalkriese Walstatt des Untergangs römischer Legionen war; auf die Zeit, die Osnabrücks großen Sohn Erich-Maria Remarque zu einem Roman der Weltliteratur trieb, " Im Westen nichts Neues"; und auf die dunkle, braune Zeit, die aufgearbeitet werden musste. Zum Beispiel indem die Osnabrücker ihrem jüdischen Maler Felix Nussbaum von Amerikas Weltarchitekt Daniel Libeskind, Preisträger von Ground Zero, das Felix-Nussbaum-Haus bauen ließen.

" Meine langen Spaziergänge und viele emotionale Gespräche brachten mich dicht an die Menschen in Land und Stadt", sagt die Autorin, " und darauf ist das Buch aufgebaut." Es waren Unterhaltungen bei zufälligen Begegnungen, Smalltalks beim Mittagessen und intensive Gespräche mit Honoratioren wie Bischof Franz-Josef Bode, Landessuperintendentin Doris Jansen-Reschke, dem Vorstandsvorsitzenden der Georgsmarienhütte, Dr. Jürgen Großmann, dem Remarque-Biografen Wilhelm von Sternburg, dem Denk-

Gespräche auch mit Bischof Bode

malpfleger Bruno Switala, mit der Landschaftsgestalterin Victoria Freifrau von dem Bussche oder dem Historiker Prof. Arnulf Baring. " Es ist ein emotionales, ein sehr persönliches Buch", sagt die Schriftstellerin. Fachleute ergänzen es in Kapiteln um Fakten und Analysen.

Das Fazit der Osnabrück-Reisenden Rosine De Dijn? " Ich habe in und mit dieser Stadt wieder eine neue Welt und neue Menschen kennen gelernt. Und ich bin sicher, dass ich wiederkomme." Das Osnabrück-Buch von Rosine De Dijn erscheint im Herbst zur Frankfurter Buchmesse im Verlag edition Leipzig.

MIT DEM AUFTRAG, ein Buch über das ihr unbekannte Osnabrück zu schreiben, lernte Rosine De Dijn die Menschen und ihre Stadt kennen und lieben. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Rainer Giesen


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