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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Geldvergeudung oder Optimale Problemlösung?
Zwischenüberschrift:
Schulleitung rechtfeidigt Taxi-Trip
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Geldvergeudung oder optimale Problemlösung?

Schulleitung rechtfertigt Taxi-Trip

Osnabrück Der Schülertransport mit dem Taxi ist nach Meinung des Steuerzahlerbundes " ein schöner Kandidat für das nächste Schwarzbuch". Eva Eberhardt, Schulleiterin der Overbergschule, befürchtet nicht, dass es dazu kommt.

Sie äußerte sich gestern erstmals zum Thema: Erstens lägen die Kosten für die Kurzfahrt von der Schule zum Kindergarten nach ihren Informationen bei 90 Euro, also deutlich niedriger als 400 Euro. Zweitens sei es Eltern, Schule und Kindergarten durch engagierte Zusammenarbeit gelungen, die Kinder fünfmal pro Woche sprachlich optimal zu fördern. " Dass immer alle Kinder teilnehmen, ist ein Erfolg.'

Pädagogische Überlegungen, so Schulleiterin Eberhardt, hätten bei der Planung des Förderunterrichtes im Vordergrund gestanden: Wichtig sei ihr eine tägliche Förderung, wenn möglich direkt an die Kindergartenzeiten angegliedert. Außerdem sollen die Kinder möglichst immer von denselben Lehrern unterrichtet werden. " Obwohl es aus personellen und organisatorischen Gründen nicht einfach war, konnten wir diesen pädagogischen Ansprüchen gerecht werden", findet die Pädagogin.

Sie eröffnet auch eine ganz andere Kostenrechnung als die Stadtverwaltung. Das Taxi-Unternehmen gebe an, dass die einmal pro Woche anberaumte Fahrt im Sammeltaxi von der Schule zum Kindergarten fünf Euro koste. Bei insgesamt 18 Fahrtagen entstünden also Kosten von 90 Euro oder 70 Cent pro Kind und Fahrt. Dies sei angesichts der guten Seiten dieser mit der Stadt abgesprochenen Lösung akzeptabel. Neben organisatorischen Vorteilen sei vor allem die Sicherheit der Kinder gewährleistet. Die müssten ansonsten mit eventuell fremden Begleitpersonen in einer ihnen unbekannten Umgebung durch das Gewühl auf dem Wochenmarkt zum Kindergarten laufen. Mittelfristig seien diese Transportprobleme außerdem ohnehin gelöst, wenn die Sprachförderung wie geplant von den Kindergärten übernommen wird.

Der Bund der Steuerzahler hat bei dem Fall weniger die Höhe der Kosten im Blick, sondern bemängelt an der Lösung prinzipielle Schwachstellen. Der Fall sei " scharf zu kritisieren", sagte Christian Plock vom Bund der Steuerzahler Niedersachen-Bremen in Hannover. Er zeige die " typische deutsche Eigenart", alles bis ins Kleinste regeln zu wollen. Der Schülertransport mit dem Taxi ist nach Meinung des Steuerzahlerbundes eine " absolut nicht akzeptable Lösung". Eltern, Kindergarten, Schule und Stadt müssten einen anderen Weg finden. " Wenn das so das ganze Schuljahr durchgezogen wird, ist der Fall ein schöner Kandidat für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes", sagte Plock.
Autor:
swa


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